17.09.2015

Ringier Axel Springer Medien Schweiz

Die Verträge sind unterschrieben

Ab Januar 2016 soll das Joint Venture mit Sitz in Zürich operativ tätig sein.
Ringier Axel Springer Medien Schweiz: Die Verträge sind unterschrieben

Die Medienunternehmen Ringier und Axel Springer haben den Vertrag für das geplante Joint Venture im Zeitschriftengeschäft unterzeichnet. Die Ringier Axel Springer Medien Schweiz AG soll per 1. Januar 2016 operativ tätig sein. In das neue Unternehmen eingebracht werden einerseits sämtliche Deutschschweizer und Westschweizer Zeitschriftentitel von Ringier, die zugehörigen Online-Angebote und die Westschweizer Zeitung "Le Temps", anderseits das Unternehmen Axel Springer Schweiz. Dies geht aus einer gemeinsamen Mitteilung vom Donnerstag hervor.

Mit dem neuen Unternehmen wollen die Partner ihre Wettbewerbsfähigkeit im Schweizer Leser- und Werbemarkt verbessern und insbesondere die Digitalisierung ihrer bekannten Marken forcieren. Die Gesellschaft unter dem Namen Ringier Axel Springer Medien Schweiz AG wird ihren Sitz in Zürich haben, vorerst an den bisherigen Standorten. Bis spätestens 2017 soll das Unternehmen über einen gemeinsamen Standort verfügen.

VR-Präsident wird Marc Walder

Walder wird VR-Präsident Ringier-Chef Marc Walder wird Verwaltungsratspräsident. Ralph Büchi, President International der Axel Springer SE, wird Delegierter des Verwaltungsrats. Ringier wird das geplante neue Unternehmen vollkonsolidieren. Axel Springer konsolidiert das anteilige Beteiligungsergebnis.

Das Portfolio des geplanten Joint Ventures umfasst unter anderem die folgenden Titel:
Ringier: "Schweizer Illustrierte", "SI Style", "Gault&Millau", "GlücksPost", "Schweizer LandLiebe", "Bolero", "BoleroMen", "TVtäglich" (Anteil Ringier), "L'illustré", "L'Hebdo", "TV8", "Le Temps".
Axel Springer: "Beobachter", "Tele", "TVStar", "TV vier", TV2, "Handelszeitung", "Bilanz", PME Magazine", Fachzeitschriften (Schweizer Bank, Schweizer Versicherung), Wirtschaftsnetz Online, Amiado Group (Students.ch, Usgang.ch, Partyguide.ch).

Die Vermarktung der Produkte soll durch die geplante Vermarktungsorganisation von Ringier, SRG und Swisscom erfolgen. Eine entsprechende Absichtserklärung für das Joint Venture erfolgte bereits im Dezember 2014. Inzwischen haben die Schweizer Wettbewerbskommission WEKO und das deutsche Bundeskartellamt grünes Licht gegeben. Die Transaktion steht aber noch unter Vorbehalt der Freigabe von verschiedenen ausländischen Kartellbehörden. Gemäss einer Ringier-Sprecherin wird mit dem Entscheid aus Österreich, der Slowakei und Serbien Anfang Oktober gerechnet. Der Entscheid aus Ungarn erfolgt mit der Vertragsunterzeichnung. (sda)



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