11.09.2018

Radio L

Geschäftsführer und Chefredaktor sind per sofort weg

Grosse personelle Rochade beim Liechtensteiner Radiosender: Martin Matter und Martin Frommelt sind seit Dienstag nicht mehr in ihrem Amt.
Radio L: Geschäftsführer und Chefredaktor sind per sofort weg
Arbeitet per sofort nicht mehr für Radio L: der ehemalige Geschäfstführer Martin Matter. (Bild: radio.li)

Der öffentlich-rechtliche Radiosender Liechtensteins, Radio L, ist seit Dienstag ohne Geschäftsführer und ohne Chefredaktor. Von Geschäftsführer Martin Matter trennte sich der Verwaltungsrat per sofort, mit Chefredaktor Martin Frommelt vereinbarte er eine einvernehmliche Auflösung des Arbeitsverhältnisses, ebenfalls per sofort.

Wegen unterschiedlicher Auffassung über die Art der operativen Führung von Radio L sowie zwecks strategischer Ausrichtung habe der Verwaltungsrat beschlossen, sich per sofort von Geschäftsführer Martin Matter zu trennen, heisst es in einer am Dienstag versandten Mitteilung. Vorübergehend übernehmen Tobias Thöny und Andreas Batliner die Leitung für den Bereich Marketing und Verkauf sowie für das Programm.

Im Fall von Chefredaktor Martin Frommelt, einem der erfahrensten Journalisten im Fürstentum, wurde das Arbeitsverhältnis einvernehmlich beendet. Frommelt selber habe um Aufhebung des Arbeitsverhältnisses ersucht, hiess es. Er werde ab sofort nicht mehr im operativen Geschäft tätig sein.

Zwölf Jahre Chefredaktor

Frommelt übernahm die Leitung Anfang September 2006 und führte die Redaktion während zwölf Jahren. Bereits Mitte letzten Jahres teilte er dem Verwaltungsrat mit, dass er seine Position als programmverantwortlicher Chefredaktor abgeben wolle. Er habe damit Hand geboten für eine Neustrukturierung von Radio L, schrieb Verwaltungsratspräsidentin Hildegard Hasler.

Das Radioprogramm von Radio L soll Liechtenstein mit der Schweiz und Österreich verbinden. Bedient wird nach Angaben des Senders ein Publikum von über 50'000 Hörerinnen und Hörern in der Region. Radio L finanziert sich aus Sponsoring- und Werbeeinnahmen sowie einem Landesbeitrag für den gesetzlichen Service Public. (sda/as)



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