Mit «La Weltwoche» will Weltwoche-Verleger und Chefredaktor Roger Köppel in der Westschweiz Fuss fassen, wie er am Donnerstag mitteilte.
«La Weltwoche» umfasst alle Inhalte der deutschsprachigen Ausgabe – übersetzt durch künstliche Intelligenz (KI), wie es im Logo der französischsprachigen Website heisst. Die Inhalte könnten Fehler enthalten, hiess es auf der Website – das System verbessere sich aber täglich.
In der offiziellen Medienmitteilung fehlte allerdings ein direkter Hinweis darauf, dass sämtliche Inhalte mit KI übersetzt werden. Auch das am Donnerstag publizierte Video von Roger Köppel wurde via AI-Tool lippensynchron übersetzt. Dort sprach der künstliche Köppel auf Französisch von der «Weltwosch» und begrüsste die Zuschauenden mit «Grüesi».
«Klar hat es noch einige Kinderkrankheiten. Das System lernt aber», so Mike J. Herter, Leiter Unternehmensentwicklung Digital bei der Weltwoche, auf Anfrage von persoenlich.com. Solche Startprobleme seien die einzige wirkliche Schwäche des Projekts. Die Übersetzungsqualität der Texte sei im Vorfeld innerhalb einer geschlossenen Testgruppe geprüft worden.
Das Weltwoche-Logo, welches im deutschsprachigen Original lediglich aus einer stilisierten Weltkugel besteht, wurde für die französischsprachige Version mit einer Taschenuhr, einer Fonduegabel und Weintrauben ausgeschmückt.
Die Weltwoche versteht sich als Kontrastprogramm zum Medien-Mainstream und wird als unabhängiges Unternehmen von Roger Köppel geführt. Besonders erfolgreich ist laut eigenen Angaben sein Podcast «Weltwoche daily» mit rund 400'000 YouTube-Abonnenten. (cbe/sda)