Der Vorgabe liegt der neue Markenauftritt der Lufthansa Group zugrunde. Zuvor war es nur üblich, die Zugehörigkeit zur Star Alliance zu erwähnen. Drei unabhängige Quellen bestätigen gegenüber der NZZ am Sonntag, dass Swiss-Crews den Hinweis regelmässig bewusst weglassen – und das in voller Absicht, wie es heisst. Vielen Mitarbeitenden fällt die Identifikation mit dem Frankfurter Konzern schwer. Zusätzlicher Zündstoff: Die Swiss muss trotz hoher Gewinne in jeder Abteilung sparen.
Ein Swiss-Sprecher dementiert den Sachverhalt auf Anfrage nicht, sondern schreibt: «Unsere Bordansagen sind standardisiert und gelten für alle Crews. Dazu gehört auch der Hinweis, dass wir Teil der Lufthansa Group sind.» Gleichzeitig erlebe man jeden Tag, wie stark sich die Mitarbeitenden mit der Swiss identifizierten. «Wie in jedem Unternehmen gibt es zu vielen Themen unterschiedliche Meinungen», so die Swiss gegenüber der NZZ am Sonntag. Man sehe es als Aufgabe, diese aufzunehmen, den Dialog zu führen und Hintergründe zu erklären.
Im Interview mit dem SonntagsBlick wurde Lufthansa-Chef Carsten Spohr direkt auf den Widerstand angesprochen: Ein Teil des Swiss-Managements habe verhindern wollen, dass der Lufthansa-Kranich auf den Flugzeugen prangt und die Gruppe in Durchsagen genannt wird. Spohrs Antwort: «Wir sind stolz, dass die Swiss zu uns gehört. Und die Swiss profitiert von der Zugehörigkeit zur Lufthansa-Gruppe.» Jede Airline sei für sich allein zu klein, so Spohr weiter – nur gemeinsam könne man die Nummer eins in Europa sein. (cbe)
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19.07.2026 08:11 Uhr

