09.04.2016

Quartierplattform

Westnetz hört auf und publiziert Best-of-Buch

Vor vier Jahren lancierten die VBZ das Portal als Versuchslabor in der Unternehmenskommunikation. Nun veröffentlichen die Macher ein Buch als Fallbeispiel.
Quartierplattform: Westnetz hört auf und publiziert Best-of-Buch

Zürich West muss künftig auf die News aus dem Quartier verzichten. Westnetz.ch stellt den Betrieb ein. Vor rund vier Jahren haben die Zürcher Verkehrsbetriebe die Plattform lanciert, um die neuen Tramlinien bekannter zu machen.

Für die Redaktion verantwortlich waren Thomas Haemmerli und David Schäfer. Zudem schrieben verschiedenen Praktikanten sowie mehrere Blogger für die Webseite. Mit eigenen Geschichten sorgte das Team mehrere Male für Aufsehen. Zum Beispiel mit einer Sexkolume einer Bloggerin, die zu Schlagzeilen im «Tages-Anzeiger» oder der «Weltwoche» führte.

Die VBZ nutzten das Portal als «Versuchslabor für Unternehmenskommunikation unter digitalen Bedingungen». Aufgrund der Erfahrungen mit Westnetz.ch krempelten die Verkehrsbetriebe in einer Vorreiterrolle ihre Kommunikationsstrategie um und lancierten im Sommer letztes Jahr das Portal VBZ online. Hauptverantwortlich für die Umstrukturierung war der frühere VBZ-Kommunikationschef Heinz Vögeli. «Ich glaube, ich habe einfach ein Gespür dafür, Trends zu erkennen, wenn sie noch in der Luft liegen», sagte im Interview mit persoenlich.com.

Nach dem Start des grösseren Bruders, zogen sich die VBZ im September vom Projekt Westnetz zurück. Haemmerli und Schärer machten ohne feste Trägerschaft weiter. Nun ist damit Schluss.

Um ihre Erfahrungen zu teilen, haben die beiden ein Buch als Fallbeispiel herausgebracht. Die Sammlung präsentiert «Fremd- und Eigenwahrnehmung, Perlen sowie Lehren aus vier Jahren Westnetz».

In einem Blog-Beitrag auf persoenlich.com zieht Thomas Haemmerli Fazit und sagt Danke: «Die VBZ liessen sich darauf ein, sich auf der eigenen Seite heftig kritisieren zu lassen, und fuhren gut mit Kommunikationsmassnahmen, die dialogisch und direkt funktionieren, derweil klassische Medien als Mittler aussen vor blieben.» (wid)

Hier geht es zum Download-Link.



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