Die Ringier Mitarbeiter Viktor Dammann und Heiko Gebhardt wurden heute mit dem Ringier Medienpreis, die Fotografen Aleksandar Dimitrijeviæ, Andrija Iliæ und Simon Móricz mit dem Ringier Photo Award geehrt.
Der Blick Reporter Viktor Dammann (57) berichtet seit 27 Jahren über Mörder, Verbrecher und andere Straftäter, recherchiert die Geschichten ihrer Taten, spricht mit Zeugen und schreibt über die Gerichtsverhandlungen bis hin zum Urteil. "Ihn zeichnen die ganz klassischen Qualitäten eines Journalisten aus: umfassende Recherche, Hartnäckigkeit und Menschlichkeit", begründet Verleger Michael Ringier die Auszeichnung für das Lebenswerk Dammanns.
Einen Sonderpreis hat Verleger Michael Ringier an Heiko Gebhardt (65) vergeben. Gebhardt, ehemaliges Mitglied der Stern-Redaktion, der die Redaktion des SonntagsBlick Magazins mit aufgebaut hat, erhält diese Auszeichnung für das Finden und die Förderung junger Talente. Ringier vergibt den Medienpreis seit 1999 jährlich an Ringier Medienschaffende.
Photo von Stuntunfall gewinnt
Zum zweiten Mal wurde auch der Ringier Photo Award vergeben, an dem 82 für Ringier tätige Fotografen aus neun Ländern teilnahmen. Aleksandar Dimitrijeviæ aus Serbien erhielt den mit 5000 Franken dotierten ersten Preis. Sein Bild zeigt die Ehefrau eines verunglückten Stuntmans, die am Unfallort in Belgrad von Passanten getröstet wird. Es erschien am 28. April 2006 in der serbischen Ringier Tageszeitung Blic.
Auch der der zweite Preis geht nach Serbien, und zwar an den Fotografen Andrija Iliæ. Sein Bild zeigt den Sarg mit dem Leichnam des früheren serbischen Machthabers Slobodan Milosevic, der vom Belgrader Flughafen zur Beerdigung abtransportiert wird. Es erschien am 16. März 2006, ebenfalls im Blic.
Den dritten Preis erhält Simon Móricz, Ungarn. Das preisgekrönte Foto zeigt die Krawalle vor dem Gebäude des ungarischen Fernsehsenders MTV, wo aufgebrachte Bürger gegen Premierminister Ferenc Gyurcsány protestierten, der zugegeben hatte, dass die Regierung vor den Wahlen gelogen hat. Es erschien am 19. September 2006 in der ungarischen Ringier Tageszeitung Népszabadság.