«Dass ich das noch erleben darf», sagte Reto Scherrer zu Beginn seiner ersten Sendung. Er sagte nicht: «Dass die Zuschauer das noch erleben müssen.» Scherz beiseite: Der Ostschweizer hat seine Feuerprobe bestanden.
Das Format wird allerdings auch nie an einem Moderator scheitern. Die fast 50-jährige Sendung gehört inzwischen zur Schweiz wie das Tell-Denkmal in Altdorf. Reto Scherrer war nicht so aufgedreht wie im «Donnschtig- Jass», er nahm sich zurück und versuchte, ein charmanter Hausherr zu sein.
Prima Einladung: Sein erster prominenter Gast war Jürg Randegger, der ab Mitte Woche im Zürcher Musiktheater «Trittligass» auftreten wird. Randegger ist immer ein gern gesehener Besucher - und ein sicherer Wert. Der Zürcher hatte den «Samschtig-Jass» von 1975 bis 1999 über 400 Mal moderiert. Ebenso viele Sendungen präsentierte danach Monika Fasnacht (bis im letzten Frühjahr).
Reto Scherrer (Lieblingswort: «Vollgas») hatte auch sonst Glück mit seinen Gästen im Rapperswiler Kinderzoo: Lauter gute Jasser. Auf Renovationsarbeiten wurde bei der Unterhaltungssendung verzichtet. Bis auf die Erkennungsmelodie: Diese kennen wir doch aus viel früheren Zeiten der Jass-Sendung. Zum Schlusspunkt: Sutter & Pfändler sind in den Sommermonaten nicht ulkiger geworden.