10.02.2016

Abstimmungskampagne

«Nicht-Gefallen ist der Preis der klaren Kommunikation»

Das Schweizerkreuz, zum Hakenkreuz verzerrt: Dieses polarisierende Bild ist auf Facebook aufgetaucht. Entworfen hat es der britisch-schweizerische Werber Parvez Sheik Fareed. Er will damit gegen die Durchsetzungsinitiative mobilisieren. persoenlich.com hat mit dem Zürcher ein Gespräch über Provokation und politische Kommunikation geführt.
Abstimmungskampagne: «Nicht-Gefallen ist der Preis der klaren Kommunikation»
von Lucienne Vaudan

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Herr Sheik Fareed, Sie haben im Hinblick auf die Abstimmungen zur DSI ein Plakat entworfen, das die Schweiz mit dem Dritten Reich und dem südafrikanischen Apartheidregime vergleicht und das Schweizerkreuz als Hakenkreuz zeigt. Was haben Sie an Reaktionen erhalten?
Ich vergleiche nicht die Schweiz per se mit dem Dritten Reich und dem Apartheidregime. Ich vergleiche die Konsequenzen, die die Umsetzung der Durchsetzungsinitiative mit sich bringen würde mit den Auswüchsen der NSDAP und der Nasionale Party in Südafrika, die ihren Rechtsstaat demontierten. Die Reaktionen sind gemischt: die einen finden das Sujet bringt die Problematik der Durchsetzungsinitiative auf den Punkt, andere finden es zu krass. Generell versteht man aber die Botschaft des Plakats.

Welche Botschaft wollen Sie denn vermitteln?
Das was dort steht: auf die drohende Zwei-Klassen-Justiz der DSI hinweisen. Die Durchsetzungsinitiative behandelt Bevölkerungsgruppen vor dem Gesetz unterschiedlich. Sie betrifft nicht nur schwerstkriminelle Ausländer, sondern auch Secondos, die wegen eines Bagatelldelikts ausgeschafft würden. Der Mechanismus dieser Initiative ist deshalb vergleichbar mit dem Justizverständnis der besagten Regime. Diese Botschaft kommuniziert das Plakat auf provokative Weise.

Manchen, auch Gegnern der DSI geht das Sujet zu weit. Kann Provokation auch kontraproduktiv sein?
Es ist falsch sich im Vorfeld zu überlegen, wem die Botschaft alles gefallen könnte und wem nicht. Dann hat man keine klare Botschaft mehr. Nicht-Gefallen ist der Preis der klaren Kommunikation. Wäre die Botschaft inhaltlich nicht faktisch belegbar, hätte ich das Plakat nicht so gemacht. Provokation nur um der Provokation Willen wäre dumm.

Wenden Sie jetzt einfach die Brachialrhetorik der SVP an?
Es geht für mich nicht um den Stil der SVP, sondern um gute Kommunikation. Gute Kommunikation ist effektiv und pointiert. Die SVP setzt dies einfach als einzige Partei in der Schweiz um. Sie spricht Probleme unmissverständlich an; ob sie nun real sind oder nicht, sei dahingestellt. Sie löst damit Debatten aus. Das wird dann als SVP-Stil wahrgenommen, obwohl die anderen das auch könnten. Aber entweder wissen die anderen Parteien nicht was sie sagen sollen, oder sie sind gefangen in der eigenen intellektuellen Blase. Nehmen Sie das Nein-Plakat der DSI-Gegner: Das ist zwar graphisch schön umgesetzt, aber es löst keine Diskussion aus, es hat keine Botschaft warum man gegen die DSI stimmen soll. Ich wollte dem Gegensteuer bieten.

Welche Ansprüche haben Sie an politische Kommunikation?
Würde jede Partei ihre Positionen pointiert artikulieren, würde bei den Wählern Klarheit anstelle von Verwirrung herrschen. Aber es wird nicht deutlich kommuniziert, aus Angst anzuecken. Übrig bleiben interpretationsbedürftige Aussagen, die auf Desinteresse stossen.

Es ist nicht das erste Mal, dass Sie sich in den Abstimmungskampf einmischen (persoenlich.com berichtete). Aber eigentlich sind Sie ja Copywriter bei Y&R. Wie schätzen Sie die Reaktionen Ihres Arbeitgebers und potentieller Kunden auf Ihr politisches Engagement ein?
Das weiss ich nicht, ich mache das als Privatperson. Andere sind in einer politischen Partei, ich beteilige mich an der politischen Diskussion auf diese Weise. In der Schweiz kann man sich sehr einfach in die gesellschaftliche Debatte einbringen und etwas tun. Das sollte man unbedingt nutzen, das ist doch spannend.

Wie bringen Sie das Plakat unter die Leute?
Ich habe das Plakat auf Facebook und über einen Link im Internet gepostet. Die Leute können es dort herunterladen. Und vielleicht findet sich ja noch ein Geldgeber, der das Plakat drucken will.

Durchsetzungsinitiative_A4

Bilder: zVg

 

 

 



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Kommentare

  • Sven Rieser, 11.02.2016 09:20 Uhr
    Angst schüren.... pfff "Ich vergleiche die Konsequenzen, die die Umsetzung der Durchsetzungsinitiative mit sich bringen würde mit den Auswüchsen der NSDAP und der Nasionale Party in Südafrika, die ihren Rechtsstaat demontierten."
  • Peter Eberhard, 11.02.2016 09:31 Uhr
    Auch als absoluter Gegner der Initiative finde ich dieses Sujet absolut unerträglich. Wer die Nazi-Diktatur und das südafrikanische Apartheid-Regime in eine Reihe mit der Initiative stellt, verniedlicht den Schrecken jener Zeit auf unsägliche Weise. Wer die Nazi-Keule hervorholt, sollte sich das gut überlegen. Herr Sheik Fareed hat es nicht getan.
  • Sergé Collard, 11.02.2016 09:49 Uhr
    Das so eine langweilige und billige Provokation noch Journalisten hinter dem Pult hervorlockt....Ich würde mir ein Plakat mit einer intelligenten Idee wünschen. Hakenkreuze sind so 1944.
  • Axel Thoma, 11.02.2016 10:51 Uhr
    Klare Botschaft – gerne. Mit einem Schuss Emotion/Witz/Esprit auch. Aber bitte eine faktisch richtige Botschaft. Insbesondere, wenn es um gesellschaftspolitisch wichtige und sensible Themen geht. Diese klare Botschaft ist eine objektiv klar falsche Botschaft. Und wird durch die emotionale Verpackung noch gefährlicher. Schlechter Dienst für die Kommunikation, die Schweiz und das Thema selbst.
  • pio meyer, 11.02.2016 13:24 Uhr
    herüber kommt bei mir der vergleich,die Konsequenzen sind nur im kopf von werber sheik fareed. wäre jedenfalls nicht mein wunschwerber für für die Kommunikation meines standpunktes.
  • Max von Kreuzberg, 11.02.2016 15:03 Uhr
    In einem Land in dem regelmässig 30 - 50 % der Bürger Rechts-National gewählt wird, Köppel in der Weltwoche Göhring verharmlost, ohne das einen grossen Aufschrei gibt, Juden in Zürich vor der Synagoge von Schweizer Neonazis vergprügelt wurden, erfüllt das Hakenkreuz durchaus seinen Zweck und hällt der Schweiz einen Spiegel vor!
  • Martin thuering, 11.02.2016 17:53 Uhr
    diese Interpretation wurde 1970 schon vom Grafiker Linard Biert zur schwarzenbachinitiative verwendet und nach einem Tag zensuriert
  • Maggy Ritz, 12.02.2016 16:05 Uhr
    -> Peter Eberhard, 11.02.2016 09:31 Uhr Absolut kann Ihre Gegnerschaft der Initiative nicht sein, sonst fänden Sie dieses Sujet nicht absolut unerträglich. Der typisch schweizerisch moderaten Art widerspricht es. Wer der SVP Art begegnen will, muss es auf diese Weise tun. Es stellt nicht den ganzen Schrecken der Nazi-Diktatur und südafrikanischer Apartheid in eine Reihe mit der Initiative. Es zeigt auf, in welche Richtung wir uns bewegen; denn immerhin haben wir noch 16 Tage Zeit, die Misere abzuwenden.
  • Andreas Glarner, 15.02.2016 16:18 Uhr
    Da gibt es nur einen Kommentar: Abscheulich - der "Grafiker" qualifiziert sich selbst - vielleicht sollte man den Deliktkatalog noch etwas erweitern....
  • Martin Weibel, 15.02.2016 17:34 Uhr
    Das was das Plakat als mögliche Folge suggeriert, die 2 Klassen Justiz scheinen viele Ja Stimmer überhaupt nicht als Problem zu erfassen. Die SVP hat es sich mit den Schöfli und dem Sicherheit schaffen recht einfach gemacht. Argumentativ den Rechtsstaat, die Gewaltenteilung, die Gleichheit vor dem Gesetz gegenüber dem Stimmbürger als wichtiger zu positionieren ist eine echte Herausforderung. Für die noch 2 Wochen Zeit bleibt...
  • Achermann Walter, 15.02.2016 17:39 Uhr
    Von der BDP kann nichts anderes erwartet werden.
  • Christian Hirzel, 15.02.2016 17:40 Uhr
    Einfach Primitiv diese Werbung! Aber man sieht sehr gut dass hier Rote am Werk sind!
  • Andreas Molnar, 15.02.2016 17:53 Uhr
    Sie wissen hoffentlich, dass es sich hierbei um eine Stafrechtlichen Tatbestand handelt! Die Verunglimpfung der Landesflagge wird mit Gefängnis und einer Geldstrafe belegt! Die Anzeige dürfte Ihnen und der ach so sauberen BDP gewiss sein!
  • Peter Triner, 15.02.2016 17:54 Uhr
    Das Schweizer Kreuz "in Richtung" Hakenkreuz zu verzerren ist so einfach bzw. naheliegend (haben wir doch schon mal gesehen oder?) und hat überhaupt nichts mit guter Kommunikation oder Kreativität zu tun, wie der Urheber meint (auf die politische Botschaft mag ich hier gar nicht eingehen, denn dieses Motiv liefert keine neuen Erkenntnisse). Fehlt nur noch, dass er was mit dem Matterhorn im Hintergrund macht (hätte natürlich nicht die gleiche Wirkung; wäre aber vom "Kreativitätsniveau" her etwa auf gleicher Höhe), weil ihm sonst nichts einfällt. Dass Y&R Leute mit so wenig Kreativpotential beschäftigt, ich kein gutes Zeichen (politisch kann er denken was er will, denn es gilt ja bei uns "one man one vote", nicht wie in Unrechtsstaaten). Billige Effekthascherei, die nichts Neues zur Diskussion beiträgt.
  • arnold gasser, 15.02.2016 18:01 Uhr
    Maggy Ritz, die Initiative wird angenommen werden. Zum Glück. Die Angstmacherei und das Shaming der Gegner zieht nicht, da können Sie noch so viele hanebüchenen Nazivergleiche bringen. Es gibt Millionen von Menschen, die ein Leben in der Schweiz mehr verdient haben, als die Typen, die hier ihre erste und zweite Chance bekommen haben und nicht genutzt haben. Die sollen einfach abhauen.
  • Daniel Reber, 15.02.2016 18:33 Uhr
    Dieser Angriff auf unsere Flagge und damit auf unser Land kann ja nur von einem nicht- Eidgenoss kommen.... ihrem Kommentar zur Folge, sind alle die gegen dise Initiatie stimmen verantwortlich für die kriminellen Handlungen unter Anderem der sexuellen Übergriffen der Ausländer....
  • Dösgi Quöllfrisch, 15.02.2016 18:48 Uhr
    1956 haben wir Tausende von Ungarn willkommen geheissen 1968 haben wir Tausende von Tschechoslovaken willkommen geheissen dann kamen noch andere aus Chile, Vietnam, Tibet und Sri Lanka da gab es praktisch keine Kriminelle, aber was heute passiert, das geht unter keine Kuhhaut !
  • Patrick Lautenschlager, 15.02.2016 20:59 Uhr
    Ein kleiner Verbesserungsvorschlag: 2016: Schweiz ?
  • Oskar Brunner, 15.02.2016 21:15 Uhr
    Während die BDP in der Agonie liegt, verliert Landolt seine letzten Hemmungen und Sheik Fareed vergisst, dass er auch als Flüchtling gekommen ist.
  • Rudolf Hugelshofer , 15.02.2016 22:15 Uhr
    Ein Ohrfeige, nein eine beschämende Verhöhnung aller Opfer der beiden Diktaturen. Hätte diese Person den Mut, einem Opfer der Nazi-Diktatur gegenüber zustehen?
  • Fritz Hasler, 15.02.2016 22:32 Uhr
    Interessanteweise war Herr Blocher ja auch in Südafrika engagiert: https://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitsgruppe_s%C3%BCdliches_Afrika
  • LG, 15.02.2016 22:52 Uhr
    Anscheinend haben sich hier die ganze Reihe von SVP-Wählern gemeldet!
  • Claudio Ferrara, 15.02.2016 23:13 Uhr
    die Flagge mit Nazi-Schweizerkreuz ist eine Beileidung für die Generation meiner Grosseltern, die aktiv gegen den Nazi-Sozialismus gekämpft haben. Keiner meiner Schweizer Vorfahren hätte je ein solchens Hakenkreuz getragen.. nur weil diese nicht mehr leben brauchen Sie nicht nun die Nazikeule (wider besserer Ideen) hervorzukramen. Zudem wurde in der Schweiz nie Völkermord begangen, den Sie mit Ihrem Vergleich unterstellen, ein schlag ins Gesicht vieler Schweizer, aber unsere Werte sind schwer verständlich, schlage vor Sie gehen auf Reisen und betrachten wieder mal die Schweiz von aussen.
  • Mario Piatti, 16.02.2016 00:15 Uhr
    BDP Niveau aus dem Präsidium, nach dem die Bienenkönigin ihr Volk im Stich gelassen hat !
  • gilbert-anselm karlen, 16.02.2016 09:55 Uhr
    Welch ein Aufschrei von der SVP Welt. Wenn man dem Sunneli, eben auch Sunneli gibt, dann gibt es scheinbar einen übergrossen Schatten. Gratuliere, dass man dieser Botschaft das sagt, was die Initiative anrichten kann. So verstehen es alle und die Geschichte nimmt Kenntnis, dass es Gegner gab und gibt, sollte die Initiative doch angenommen werden.
  • René Moser, a. NR, 16.02.2016 10:21 Uhr
    Offensichtlich hat Martin Landolt in der Garderobe des Bundeshauses nicht nur seinen Mantel aufgehängt, sondern auch gleich seinen Verstand. Sein Ghostwriter hat als ehrenwerter Flüchtling ganz vergessen, dass ein anderer Kartenmaler ebenfalls solch dämliche Symbolbilder in die Welt gesetzt hat. Ja, Verstand ist halt so eine Sache bei den Erfolglosen.
  • Jorge Stein, 16.02.2016 11:19 Uhr
    Dass der anscheinend muslimische Werber auf seiner Liste Länder wie Sudan, Pakistan, Qatar, Bahrein, Saudi Arabien u. die Türkei locker übergeht, sagt einiges aus über seine Objektivität. Menschenrechte werden dort mindestens so massiv mit Füssengetreten, wie seinerzeit in Südafrika.
  • Eugen Gross, 16.02.2016 11:21 Uhr
    wer sich so äussert respektiert die Freiheit der Schweiz nicht. Also zieh doch aus in ein fremdes Land.
  • Jeannine Bourdiau, 16.02.2016 13:27 Uhr
    Ein solches Plakat kann nur zum JA-Stimmen bewegen. Herr Landolt wird es ganz bestimmt keine Popularität bringen. Ich hoffe, dass somit seine politische Karriere besiegelt ist.
  • Thomas Kinner, 16.02.2016 14:34 Uhr
    Der Wunsch auf Vermarktung des Produkts wird sich nicht realisieren lassen: in der Tat besteht der Verdacht auf eine Straftat; hier ein Offizialdelikt, d.h. die Justiz ist zur Prüfung gezwungen. Es verunsachlicht die Diskussion auch zu Lasten der Initiativgegner. Wenn man sich aber an den eigenen Geschichtsunterricht erinnert: die Abläufe von Propaganda, vorgegebener ethnischer Säuberung, Kriminalisierung von Minderheiten, Wahl der Vortragenden aus Gründen persönlicher Besorgnis, Unzufriedenheit und Ungeduld mit anschliessenden Gesetzesinitiativen mit Aushebelung der Gewaltenteilung und des Einflusses anderer politischer Gruppierungen und Parteien scheinen erkennbar. Aber so weit ist es noch nicht: das Volk kann die rein populistische Einparteieninitiative mit zweierlei Strafrecht auf dem Boden eines Gerichts und eines Landes, die offensichtlich die Bevölkerung so polarisiert, dass auch entgleisende Entzweiungen drohen, ja noch ablehnen.
  • René Moser a. NR, 16.02.2016 15:35 Uhr
    Sehr geehrter Herr Kinner, selbsternannter Kampfrichter der Ultralinken. Ihnen ist alles recht, wenn es um Ihre Gegner geht, diese in den Dreck zu ziehen. Es ist eine Katastrophe welche Wertschätzung Sie zur Schweiz zu Blatt bringen. Ich weiss nicht ob Sie überhaupt Schweizer sind und was für Schulen Sie besucht haben (vielleicht ist das Ihr Problem), aber Sie scheinen auf jeden Fall dem früheren Kartenmaler sehr zugetan zu sein. Und dass sich Landolt damit noch identifiziert ist Hahnebüchen.
  • Fritz Habegger, 16.02.2016 19:31 Uhr
    Das Schweizerkreuz zu miesbrauchen sollte strafbar sein.
  • Albert Schorno, 16.02.2016 19:58 Uhr
    Pervez Sheik Fareed, ein urchiger Muotataler dem Namen nach. Man muss ja schon irgendwie krank sein, dass man mit allen Mitteln versucht irgendeine Unordnung in unser Land zu bringen. Mit solchen Übungen können nur kontraproduktive Reaktionen ausgelöst werden. Vorschlag: Schweizerpass sofort abnehmen !
  • Ruedi Brütsch, 16.02.2016 21:39 Uhr
    Mangels griffiger Sachargumente greift der Präsident der "Anstandspartei" BDP greift nun schon zum zweiten Mal zur Nazi-Keule, geliefert von einem Kommunikationsdilettanten, der die primitivsten Grundregeln der Werbung offenbar zwecks Selbstpromotion nicht beachtet. Immer, wenn ich derartig dumme Propaganda sehe: Da muss die Initiative ja verdammt gut sein, ich stimme JA
  • Mark Keller, 16.02.2016 22:10 Uhr
    Danke für die klare Aussage dieses Plakates! Gewisse Posts hier sind erschreckend. Sie zeigen wie wichtig es ist, JETZT Klartext zu reden. Der Demontage des Rechtsstaates und der Menschenrechte durch Rechtsnationalisten MUSS Einhalt geboten werden! Man darf NICHT mehr länger schweigen.
  • René Moser, a. NR, 17.02.2016 11:49 Uhr
    Ich werde mich kaum mehr zu diesem Thema zu Worte melden. Die medienverbundenen und linksintelektuellen Gegner der Durchsetzungsinitative (recherchierte Personen aus Kommentaren) kann man von ihren Teufelserklärungen nicht mehr abhalten. Eines aber ist schon sehr merkwürdig - sechs Kommentare der Gegnern von insgesamt neun, stammen von Ausländern. Sind sie eventuell bei einem JA auch von deren Konsequenzen betroffen?
  • Gabriela Müller, 17.02.2016 11:58 Uhr
    In der Nazizeit waren zuletzt Millionen betroffen. In der Schweiz ist es eine Minderheit, die durch die Initiative ungleich und unmenschlich behandelt werden. Für den einzelnen betroffenen macht es keinen Unterschied, ob er als einzelner unmenschlich behandelt wird oder Millionen. Das Plakat bringt es auf den Punkt und ist eine hervorragende Leistung eines Künstlers. Schön, wenn Menschen mutig handeln, bevor unser Land in eine Gewaltspirale versinkt unter der Verantwortung der SVP.
  • Dominik von Allmen, 17.02.2016 12:29 Uhr
    Definitiv ein provokativer Entwurf - aber gerade darum erstaunt es, dass sich hier (mutmassliche) SVP-Mitglieder so empören. Rechtfertigt die SVP ihre Plakate, die immer wieder (auch) mit rassistischen Motiven spielen, ohne es ganz zuzugeben, nicht genauso? Sie sollen eine Diskussion lancieren, ein Problem auf den Punkt bringen, deshalb sei die Zuspitzung legitim. Was Herr Sheik Fareed tut, ist vor diesem Hintergrund verständlich und leider wohl auch notwendig: Anders scheint sich die Diskussion nicht von der falschen Alternative "Sicherheit - Unsicherheit" wegführen zu lassen, die die SVP jetzt schon seit Jahren vermittelt. Tatsächlich geht es aber um die Alternative "Rechtsstaat - Zweiklassengesellschaft". DARAUF weist die Grafik eindringlich hin. Und das ist gut so!
  • Hans Nase, 17.02.2016 12:31 Uhr
    Jemand sollte Sie Anzeigen! Gemäss geltendem Recht dürfen Fahnen, Abzeichen, Parolen oder Grussformen nicht öffentlich verwendet werden, wenn sie eine rassistische Ideologie symbolisieren und wenn mit ihnen für diese Ideologie geworben wird.
  • Fridolin Glarner-Walker, 17.02.2016 15:53 Uhr
    Bei der Annahme der Durchsetzungs-Initiative hätten wir auch eine Zwei-Klassen-Justiz. Dieses Plakat hat nun lediglich auch den Stil von SVP-Plakaten die vom Volk ja anscheinend viel besser verstanden werden.
  • Christoph Kuhn, 17.02.2016 17:48 Uhr
    Interessant, all diese schäumenden und geifernden Kommentare! Man hört die beleidigten Über-Patrioten förmlich mit den Zähnen knirschen...
  • Jann Flütsch, 21.02.2016 00:25 Uhr
    Den primitiven Attaken der SVP muss auf gleicher Ebene begegnet werden. Das Plakat verdeutlicht bestens, was die DI anstellen kann, wenn man sie nicht ablehnt.
  • Markus Hämmerle, 21.02.2016 15:12 Uhr
    Einer der beste Kommentare hier (P. L., 15.02.2016, 20:59): "Ein kleiner Verbesserungsvorschlag: 2016: Schweiz ?" Bis am 28. Februar können wir mit einem NEIN zur DSI dazu beitragen, eine danach schwierig umkehrbare Entwicklung noch zu stoppen. Das Plakat weist darauf hin, zu welchen extremen Resultaten Grundrechtsverletzungen und das Aushebeln unseres Rechtsstaats führen können. Deshalb: Rechtzeitig Gegenwehr.
  • Josef Grün, 27.02.2016 07:47 Uhr
    ich staune ob der kreativen Argumentation der Gegner des Sujets. Leider gehen die wenigsten darauf ein, was das Bild zeigt, sondern dreschen auf die BDP (die hat nun wirklich nichts damit zu tun) oder auf den Ersteller ein. Leute, wo bleiben die sachlichen Argumente bitte? Das Bild zeigt auf den Punkt gebracht, in welche Richtung diese Zwängeli-Initiative zielt. Die entstandene Aufregung bei den Befürwortern der Initiative spricht Bände.
  • Nova Morf, 27.02.2016 16:25 Uhr
    1. Der Herr Fareed ist bestimmt Muslim. Und ich habe schon einige Videos gesehen, auf denen wütende Muslime Flaggen von Ländern verbrennt und oder zertreten haben. Muslime benutzen also die Flagge eines Landes, um zu zeigen, dass sie dieses Land zerstören möchten. 2. Dieses Plakat hat eine einzige klare Aussage: Alle Schweizer sind Nazis. Na danke sehr! 3. Der Sheik Fareed meint dazu er wolle mit diesem Plakat aufzeigen, dass Sekondos, die ein Bagatellverbrechen begehen, ausgeschafft werden. Was ein Blödsinn ist. Nur wer keinen Schweizer Pass hat und wegen einem Verbrechen verurteilt worden ist (also nicht wegen einer Bagatelle) und oft erst nach wiederholten Mal, wird ausgeschafft. Einfach unmöglich dieser Sheik!
  • André Schenker, 28.02.2016 09:21 Uhr
    [2. Versuch, gekürzt. Und unabhängig vom heutigen Abstimmungsresultat]: Das Symbol eines totalitären, menschenverachtenden Systems mit einer demokratischen Abstimmung in CH zu vergleichen, ist eine Verhöhnung der Millionen Opfer des Dritten Reiches. Schauen Sie sich doch einmal Dokumentarfilme zum 3. Reich an z.B. "Nuit et Brouillard". Herr Parvez Sheik (sic !) Fareed betreibt billige Effekthascherei kombiniert mit beschämender Geschichtsblindheit. PS: Falls Sie es wieder nicht schaffen meinen Beitrag online zu stellen, bedanke ich mich herzlich für die coole Zensur ...

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