08.12.2016

Tamedia, Ringier, NZZ und SRG

10,5 Millionen für die ETH-Professur

Am neuen ETH-Zentrum für Medientechnologie beteiligen sich nicht nur Tamedia, Ringier und die NZZ. Auch die SRG ist mit dabei: Sie zahlt 3 Millionen Franken. Insgesamt sind für den neuen Lehrstuhl rund 60 Millionen Franken nötig.
Tamedia, Ringier, NZZ und SRG: 10,5 Millionen für die ETH-Professur
Die neue Professur verankert das Thema Medientechnologie an der ETH Zürich und will spezialisierte Nachwuchskräfte ausbilden. (Bild: ETH)
von Edith Hollenstein

Im Rahmen ihrer Medientechnologie-Initiative schafft die ETH eine neue Professur und ein «Media Tech Center», dies teilte die Hochschule am Dienstag per Mitteilung mit. Hier sollen konkrete Fragestellungen und Projekte gemeinsam mit Partnern aus der Wirtschaft und Bildungsinstitutionen entwickelt werden. Wichtige Geldgeber sind die grossen Schweizer Verlage: Tamedia und Ringier zahlen über die nächsten zehn Jahre je 3 Millionen Franken. Die Hälfte, also 1,5 Millionen, steuert die NZZ-Gruppe bei (persoenlich.com berichtete). «Tamedia ist umsatzmässig doppelt so gross wie die NZZ-Mediengruppe», begründet NZZ-Sprecherin Myriam Käser den reduzierten Betrag. 

Auch die SRG zahlt 3 Millionen

Was aus der Mitteilung der ETH vom Dienstag nicht hervorging, machte die NZZ publik: Auch die SRG beteiligt sich an der Professur. Sie zahle gleich wie Ringier und Tamedia 3 Millionen Franken.

Die SRG bestätigt die Kooperation: «Mitte November hat die SRG der ETH Zürich verbindlich zugesichert, das künftige Zentrum für Medientechnologie mit 3 Millionen Franken zu finanzieren. Der Vertrag ist praktisch unterschriftsreif», sagt Sprecher Daniel Steiner auf Anfrage von persoenlich.com.

Zeitdruck vor Jahresende

Warum aber hatte die ETH in der Mitteilung vom Dienstag kein Wort über die öffentlich-rechtliche Beteiligung geschrieben? «Weil der Vertrag noch nicht unterschrieben ist», sagt Donald Tillmann, Geschäftsführer der ETH-Media-Tech-Initiative auf Anfrage von persoenlich.com. Man habe nicht auf die Unterschrift warten können. Tillmann verweist auf den Zeitdruck vor Jahresende: «Weil wir noch in diesem Jahr die Initiative bekannt machen wollten und mit den drei ersten Partnern eine solide Basis hatten, entschieden wir, das jetzt zu kommunizieren».

20 Millionen von der Privatwirtschaft

Die Medientech-Professur steht im Kontext von «Data Science», einem neuen Masterstudiengang, den die ETH ab Herbst 2017 anbietet. Zur Finanzierung des Lehrstuhls sucht die ETH weitere Unternehmen aus der Privatwirtschaft. Man stehe mit weiteren interessierten Förderpartnern im Gespräch, teilweise seien diese Gespräche ebenfalls weit fortgeschritten, sagt Tillmann.

Das Fernziel sei es, total 20 Millionen Franken von Förderpartnern zu erhalten. Dieser Betrag würde laut Tillmann rund einen Drittel der Kosten für den gesamten neuen Lehrstuhl und das geplante «Media Tech Center» decken.



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