27.04.2009
Matthias Ackeret
Gibt es ein Leben nach dem Bildschirm – oder was verbindet Susanne Kunz, Röbi Koller und Roland Luder? Sehr viel. Alle drei kehrten dem Schweizer Medium den Rücken, bevor sie mit grossen Worten und hehren Vorsätzen zu einer persönlichen Selbstfindungsreise aufbrachen. Doch schon nach kurzer Zeit kehrten sie wieder zur Mutter SRG zurück. Nietzscheanisch gesehen: die ewige Wiederkehr, profaner ausgedrückt: Rückfallquote 100 Prozent.
Rekordinhaber ist der ehemalige SF-aktuell-Moderator Roland Luder, dessen selbst auferlegte «Kreativpause» nicht einmal zwei Monate dauerte. Jetzt gab er seine neue Berufsstation bekannt: Bern-Korrespondent – natürlich beim Schweizer Fernsehen.
Röbi Koller plante vor einigen Jahren eine Auszeit, wo er sich – neben anderem – auch literarisch betätigen wollte. Nach einem Kochbuch ist Koller nun wieder das, was er am besten kann: Moderator beim Schweizer Fernsehen.
Auch Susanne Kunz träumte von einem Künstlerleben in Paris und sinnierte über das Glück, auf der Strassen nicht mehr erkannt zu werden. Mit dem Risiko, Sie zu langweilen: Statt der Seine lächelt für Susanne Kunz heute wieder der Leutschenbach.
Nun kann man dieses Phänomen als beruflich inkonsequent bezeichnen, doch dies greift zu kurz – und wäre auch unfair. Vielmehr widerspiegelt es die Sehnsucht des Fernsehschaffenden nach Anerkennung, welche nicht auf dem Medium Fernsehen fusst. Doch diese gibt es in dieser Form nur selten. Denn selbst die längste Kreativpause ist kein gleichwertiger Ersatz für das Rampenlicht. Warnung des Bundesamtes für Gesundheit: Fernsehen kann schädlich sein – kein Fernsehen noch viel mehr. Vor allem bei den Machern.
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: Die ewige Wiederkehr