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: Gut Ding will Weile haben

Der erste Medientrend eines noch jungen Jahres: Man blickt zurück. So huldigte Ringier mit grossen Lettern und noch mehr Prominenz jenem „Famton“, welches im fernen Berlin seinen 70. feierte. Gleichzeitig zelebrierte der „Kassensturz“ mit ungewöhnlichem Getöse sein 40-jähriges Jubiläum, während Verlegerpräsident Hanspeter Lebrument am traditionellen Jahresauftakt der Verleger die jüngste Vergangenheit bewältigte. So entschuldigte er sich anfangs dieser Woche vor der ganzen Branche bei Ueli Maurer für die Pfiffe beim letztjährigen Medienkongress in Interlaken. Selbst in schnelllebigen Medienwelt der tröstliche Beweis: Gut Ding will immer noch Weile haben. Maurer ist seit einer Woche nicht mehr Bundespräsident und die Pfiffe gegen das Staatsoberhaupt liegen auch schon wieder vier Monate zurück. Was Lebruments Scham nicht mindert: Er habe sich damals wie in der Muttenzer-Kurve des Basler St. Jakob-Stadions gefühlt. Ein Indiz, dass der oberste Verleger den Zustand seiner Branche immer noch auf FC-Basel-Niveau einschätzt. Wenn nur – so seine Hauptaussage – die Adressaten die magistrale Medienschelte überhaupt mitbekommen hätten. Doch die Mehrheit von Verlegern, Verlagsmanagern und Chefredaktoren, habe sich längst auf dem Heimweg befunden. Woraus folgt: Ein Medienkongress ohne Medienleute, ist wie eine Zeitung ohne Inserate, einw „Kassensturz“-"Club"-Sendung ohne Schawinski oder ein Frank-A-Meyer-Geburtstag ohne Kanzlerin. Was auch der Fall war: Sie hatte sich beim Training ihrer Huldigungsgeste im Engadiner Schnee am Becken verletzt.
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