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Donald Trump: Trump ist ein elender Zeitfresser

Es ist jeden Morgen dasselbe. Wenn ich aufstehe und die News checke, lese ich, was Donald Trump wieder am Vortag gemacht hat. Was er meinte, unterschrieb, twitterte oder verpatzte, wen er nominierte, beleidigte oder lobte. Auch – oder gerade – Samstag und Sonntag wird kommunikativ heftigst bespielt. Und wenn nicht er mal nicht selber aussendet, dann sind die Kommentatoren und Komiker dran, welche alles verarbeiten und verdauen müssen. Ein globaler, unendlicher Schnitzelbängg. 

Es scheint, es ist immer was los mit dem hyperaktiven und hyperkommunikativen Grüppchen Trump, Bannon, Conway, Spicer und wie sie alle heissen. Man kann ständig was lesen, man kann ständig was schauen und immer drüber reden. Teilweise ist das beängstigend, teils tragisch, teils verstörend, teils amüsant. Sie wissen, was ich meine.

Ich hasse es, dies zuzugeben, aber ich bin mir sicher, es stimmt auch ohne Auswertung: Mein persönlicher Medienkonsum auf allen Plattformen hat in den letzten Wochen massiv zugenommen. Und es scheint kein Ende in Sicht. Man meint förmlich, ständig dranbleiben zu müssen bei allem, was jeden Tag geschieht und sich verändert. Nicht einmal nur täglich, sondern dauernd.

Trump frisst mir seit Amtsantritt meine Zeit. Er frisst die Zeit, die ich über andere Themen nachdenke, die Zeit, welche ich meinen Kunden widmen und die Zeit, welche ich schlafen oder ausspannen könnte. Er beschlagnahmt zu viel Mindspace. Und ich bin überzeugt, dass ich nicht der einzige Mensch bin, dem es so geht.

Das kann nicht die neue Realität sein. Das kann nicht noch jahrelang so bleiben. Dass ich jeden Tag über diesen Mann nachdenke und –lese. Dass ich jeden Tag über Amerika nachdenke. Dass ich diesen Namen jeden Tag im Kopf habe. Denn damit dominiert dieser Mann nicht nur die globale Agenda à gogo, er stiehlt auch meine Zeit. Und das wird irgendwann einmal produktivitätsschädigend. Darf man ihn dafür eigentlich verklagen?

 

* Regula Bührer Fecker ist in der Geschäftsleitung von Rod Kommunikation. 2007 hat sie die Agentur zusammen mit zwei Partnern gegründet. 

 

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KOMMENTARE

Roland Heimgartner
13.02.2017 13:59 Uhr
«Nicht einmal Hollywood hätte sich das ausdenken können» US-Geheimdienste verifizieren Teile des Steele-Dossiers und überführen Trumps Sicherheitsberater der Lüge über ein Telefonat mit Moskaus Botschafter. Hamer Text, Bravo. Sie spreche mir aus dem Herzen! RH
Nico Herger
11.02.2017 20:12 Uhr
(Selbst-)Ironie wäre hilfreich. Aber da würde man bzw. "frau" sich wohl in gewissen Kreisen verdächtig machen.
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