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: "Vom gespaltenen Arsch"

„Tages Anzeiger“-Starautor Constantin Seibt, ein gebürtiger Deutscher, ist ein Mann der klaren Worte: "Die Schweiz, gespalten wie der Arsch, der sie zur Hälfte ist", twitterte er nach der Abstimmung vom 9. Februar. „Blick“-Kolumnist Roman Maria Koidl, vor nicht einmal einem Jahr aus Berlin kommend, wundert sich über den "Heidi-Kitsch, wenn er von Inländern vorgetragen wird" und Internet-Unternehmer Clemens M. Schuster, selbst Österreicher, schwadronierte vom "Herrenvolk", welches nun entschieden habe. Vor soviel Sprachgewalt ist man als kleiner Schweizer Journalist baff und staunt. Hierzulande war man sich bis anhin gewohnt, dass das Leben nach einer verlorenen Abstimmung normal weitergeht. Mal gehörte man zu den Siegern, mal zu den Verlierern. Doch seit dem legendären 9. Februar ist dies wohl Illusion. Demokratie, so das Fazit der drei oben genannten, ist nur richtig, wenn auch richtig abgestummen wird. Früher war es einmal anders: "Freiheit ist die Freiheit der Andersdenkenden", predigte Deutschlands berühmteste Revolutionärin, Rosa Luxemburg. Sie war Kommunistin. Und hätte bestimmt nicht für die SVP-Initiative gestimmt.
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