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: Von Michael Ringier und Ueli Maurer lernen

Was verbindet Michael Ringier und Ueli Maurer? Die hohe Kunst der Provokation. Als sich ersterer im  neusten "Cicero" über den Internetwahn äusserte und den Print lobte, brandete unter den Journalisten eine Welle des Entsetzens. Michael Ringier wurde als das Schlimmste gebrandmarkt, was es heutzutage gibt: als "Digital Immigrant". Was besonders ironisch anmutet, investierte der grösste Schweizer Verlag über eine Milliarde Franken in Internetprojekte. Das Gleiche gilt für Ueli Maurer. Seine schnoddrige Kritik an der "Rundschau" und deren Moderator löste einen medialen Tsunami aus. Maurer hatte sein Ziel einmal mehr haarscharf getroffen -  und die gewünschte Beachtung gefunden. Mehr geht nicht. Absoluter Könner in der anspruchsvollen Disziplin der Provokation ist aber der jetzige CEO der Basler Zeitung, Rolf Bollmann. Als der frühere Spitzenfussballer – Übername "Eisenfuss" – in einem Interview einige Journalisten als "Charakterschweine" titulierte, drehte die Medienschweiz auf allerhöchsten Touren. Ehemalige Arbeitskollegen bei der Tamedia forderten Bollmann auf, sich einer hauseigenen Inquisition zu stellen. Und dies, obwohl Bollmann längst in Basel arbeitete. Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: diese Kolumne ist keine Kritik. Obwohl es keinen andern Berufsstand gibt, der wehleidiger agiert als die Medienbranche. In diesem Punkt könnten wir von den Bankern noch vieles lernen. Obwohl jahrelang als  "Abzocker" diskreditiert, hörte man nie ein Wort des Jammers. Dafür blieben die Bonis von Ermotti, Dougan und Co. bis heute unverändert hoch.
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