Das Schweizer Sprachmodell Apertus übersetzt in der aktuellen Version besser ins Romanische als die erste Version von 2025. Das zeigt der technische Bericht vom 11. Oktober, auf den die Lia Rumantscha in einer Mitteilung hinweist. Für den Bericht bewerteten zweisprachige Personen Übersetzungen aus dem Deutschen ins Sursilvan, das Idiom der Surselva. Die neue Version erhielt 77,1 von 100 Punkten, die erste 51,8 Punkte.
Entwickelt wird Apertus von der ETH Zürich, der EPFL und dem Hochleistungsrechenzentrum CSCS gemeinsam mit weiteren Hochschulen. Modellgewichte, Trainingsdaten und Trainingsverfahren sind öffentlich zugänglich. Die Version 1.5 ist seit dem 24. Juli verfügbar.
Den Fortschritt beim Romanischen führt die Lia Rumantscha auf ihre Zusammenarbeit mit der Universität Zürich zurück. Genutzt worden seien Trainingsmaterial und Forschungsarbeiten zu «Alas». Das Übersetzungssystem hat die Hochschule für die Dachorganisation entwickelt, seit April ist es frei zugänglich (persoenlich.com berichtete).
Die Zusammenarbeit soll weitergehen. Weitere Digitalisierungsprojekte sollen Trainingsmaterial liefern, etwa die Texterkennung in gedruckten und handschriftlichen Dokumenten. Mit Stimmen aus dem Projekt «Text to Speech Rumantsch» könnte Apertus künftig auch Romanisch sprechen. Es brauche noch viele kleinere und grössere Schritte, heisst es in der Mitteilung. (pd/nil)