Der US-Elektronikriese Apple hat in Japan Markenschutz für eine intelligente Uhr namens iWatch beantragt und damit Spekulationen angeheizt, dass das Gerät bald auf den Markt kommt. Die Swatch Group sollte davon nur marginal betroffen sein. Das japanische Patentamt bestätigte am Dienstag, dass der Antrag bereits am 3. Juni eingereicht worden sei. Er werde derzeit geprüft, was bis zu fünf Monaten dauern könne.
An Uhren, die ähnliche Funktionen wie Smartphones haben sollen, arbeiten zahlreiche kleine Unternehmen, aber auch grosse Konzerne wie Microsoft und Samsung. Der Internetriese Google wiederum entwickelt derzeit eine intelligente Brille.
Experten sehen in Accessoires, die technologisch aufgerüstet werden, einen wichtigen Zukunftsmarkt. Microsoft hatte bereits vor zehn Jahren eine intelligente Uhr auf den Markt gebracht, die das Unternehmen allerdings seit dem Jahr 2008 nicht mehr verkauft. Sie konnte unter anderem aktuelle Schlagzeilen und Sportergebnisse anzeigen.
Swatch Group nicht beunruhigt
Laut einem Analysten dürfte die Swatch Group durch die mögliche Entwicklung der iWatch nicht stark betroffen sein. Nur für die Uhren in der unteren Preisklasse könnte es kleine Auswirkungen geben. Doch auch das sei nicht sicher. Der Preis für die iWatch werde von entscheidender Bedeutung sein.
In einem Interview mit "L'Hebdo" an der Baselworld hatte Swatch-Chef Nick Hayek gesagt, dass Apple mit seiner iWatch auf dem Markt willkommen sei. "Während Apple mit dem Telefon Vorteile hat, ist die Swatch Group bei der interaktiven Uhr dominierend." Der Generaldirektor der weltweit grössten Uhrenmarke hielt weiter fest, dass Swatch dank der EM Microelectronic in Marin-Epagnier NE "Marktführer in der Entwicklung von integrierten Schaltungen ist, die mit Handys, iPhones und iPads kommunizieren können". Das Unternehmen verfüge über grosse Erfahrung in diesem Bereich. (sda)