Switch wurde 1987 als privatrechtliche Stiftung vom Bund und den damals acht Hochschulkantonen gegründet. Das gemeinsame Ziel: den «wirksamen Gebrauch moderner Methoden der Teleinformatik im Dienste der Lehre und Forschung in der Schweiz» zu gewährleisten. Neben dem Aufbau einer Netzwerkinfrastruktur für Lehre und Forschung war Switch seit den Anfängen des Internets und bis 2015 auch für die Vergabe von Domains in der Schweiz und in Liechtenstein verantwortlich.
Heute nutzen schweizweit rund eine Million Personen die digitalen Services von Switch. Zum Nutzerkreis gehören alle Hochschulen, deren Mitarbeitende, Studierende und Alumni. Hinzu zählen auch hochschulnahe Organisationen sowie der Wirtschaftsstandort Schweiz.
«Als Marke nahbar, modern, verlässlich»
In den letzten Jahren hätten sich die Anforderungen an das Unternehmen stark verändert, weiss Tereza Karagülle, Head of Head of Digital Communication and Events bei Switch: «Nicht nur Sicherheit im digitalen Raum spielt eine zunehmend wichtigere Rolle, sondern auch digitale Identitäten oder der Aufbau von Cloud-Dienstleistungen an Schweizer Hochschulen.»
Aber auch als Arbeitgeberin ist Switch stark gefordert, um auf dem Stellenmarkt attraktiv zu bleiben. «Wir müssen darum als Marke insgesamt nahbar, modern, verlässlich, aber auch inspirierend sein», gibt Tereza Karagülle zu bedenken.
Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, wurde die Marke deutlich nahbarer, frischer und aktivierender definiert. Die Basis bildet ein lebendiges Design der Brand, das sich einfach und gezielt mit Bildern und weiteren grafischen Elementen erweitern lässt. Ein umfangreiches Brandportal ermöglicht es Switch zudem, einfach und markenkonform Inhalte zu publizieren.
«Designsprache, die von allen verstanden wird»
«Es ging darum, eine äusserst klare, animierende aber gleichzeitig auch verlässliche Designsprache zu entwickeln, die von allen unterschiedlichen Zielpersonen verstanden wird und natürlich auch barrierefrei funktioniert», erklärt Markus Hammer, der als Creative Director der Agentur Process die Gesamtverantwortung für das Rebranding trägt.
Als Basis der neuen Farbgebung dienen die Primärfarben sowie ein leicht modifiziertes dunkles Blau und ein Orange, die auch in der alten Wortmarke Verwendung fanden. «Damit signalisieren wir Kontinuität», sagt Markus Hammer. Zusätzlich hat die Agentur für die Sekundärfarben ein Farbspektrum entwickelt, das sehr variabel ist und womit man sowohl Farbflächen als auch Verläufe mit klaren Farbvorgaben realisieren kann. «Dadurch schaffen wir die Möglichkeit, äussert flexibel den unterschiedlichen kommunikativen Anforderungen Rechnung zu tragen», so Hammer. Die Marke kann also sehr jung und modern erscheinen, etwa für Studierende, aber auch sehr funktional und verlässlich, wenn es um Security-Anwendungen geht. «Die lebendige Farbgebung ermöglicht es Switch, die Marke für die nächsten Jahre frisch und lebendig zu halten, ohne ihre Identität zu verlieren», erklärt Markus Hammer.
Die Farbgebung spielt auch in die neue Bildwelt von Switch hinein. Ausserdem spiegelt sich in den Bildern die Vielfalt der Zielpersonen. «Die Bildsprache ist sehr aktiv und innerhalb der Bilder findet oft eine Interaktion statt», so Hammer. Zusammen mit der sehr klaren Typografie und der neuen Farbwelt vermittle dies den Eindruck eines sehr agilen und zugänglichen Unternehmens.
«Schrifttyp, der klar, einfach und zeitlich wirkt»
Als neue Hausschrift dient der Font Euclid, «ein Schrifttyp, der sehr klar, einfach und zeitlos wirkt», kommentiert Hammer. Euclid trage zu einer klaren Trennung bei zwischen Information, Design- oder Bildelementen. Die Wortmarke erscheint mit einer orangefarbenen «Bridge», gekoppelt an den Namen «Switch», und stehe für eine nahtlose und vertrauensvolle Verbindung zu ihren Zielgruppen und Auftraggebern.
Da Switch als Dienstleisterin der Schweizer Hochschul-Community unterschiedlichen Anforderungen und Erwartungen gerecht werden muss, wurden die Stakeholder in den Rebranding-Prozess miteinbezogen. «Das Projekt wurde von Anfang an äusserst transparent, kollaborativ und teilweise auch iterativ geplant. So konnten wir laufend wertvolle Inputs von verschiedenen Seiten einfliessen lassen und auch Dinge neu entwickeln», beschreibt Tereza Karagülle von Switch den Prozess. Die Stakeholder waren zudem bei allen relevanten Punkten involviert und wurden regelmässig informiert über den Stand der Arbeiten. «Das führte zu einer sehr konstruktiven und vertrauensvollen Zusammenarbeit während des gesamten Projekts», so Tereza Karagülle weiter.
Im Zuge des Rebranding wurde auch das gesamte Produktportfolio neu strukturiert und eine neue Nomenklatur eingeführt. Das garantiert potenziellen Kundinnen und Kunden einen schnelleren und effektiveren Zugang zum Leistungsangebot.
Verantwortlich bei Switch: Tereza Karagülle (Head of Digital Communication and Events), Yves Ettounsi (Product Owner), Claudia Lienert (Leads Community Management, Member of the Executive Board), Tom Kleiber (Managing Director); verantwortlich bei Process: Markus Hammer (Creative Director, Gesamtverantwortung), Antonia Frind, Simon Wüthrich (Consulting), Bruno Manser (Digital Director), Clau Isenring (Text), Pascal Hegemann, Thomas Rütti, Timon Gschwind (Design) und Wanda Honegger (Digital Design). (pd/nil)