Das Applied AI Center der Hochschule hat den Swiss AI Jobs Report 2026 am Donnerstag veröffentlicht. Die Autorinnen und Autoren schliessen aus den Daten, dass Arbeitgeber nachgewiesene Erfahrung höher gewichten als formale Bildung. Die Zahl der Senior-Stellen stieg gegenüber der Vorjahresperiode um 42 Prozent, jene der Praktika um 27 Prozent. Junior-Stellen machen fünf Prozent der Inserate aus. Für den Report wurden auch Stellensuchende und Personalverantwortliche befragt. Laut diesen Gesprächen verlangen Inserate oft selbst für Einstiegsstellen zwei bis drei Jahre Berufserfahrung. «Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger beschreiben den Stellenmarkt als äusserst kompetitiv. Überrascht hat uns aber, dass selbst Fachkräfte mit mehrjähriger Berufserfahrung die Stellensuche zunehmend als anspruchsvoll wahrnehmen», wird Studienautor Curdin Derungs in der Mitteilung zitiert.
Insgesamt stieg die Zahl der Inserate laut Report um 32 Prozent. Kleine und mittlere Unternehmen schalteten 62 Prozent davon. Die Zahl der Inserate für Machine Learning Engineers stieg von 496 auf 1099. Auch Stellen für Product Owner, AI Consultants und Manager nahmen deutlich zu. Alle zehn grössten Branchen schrieben mehr KI-Stellen aus, die meisten die Informatik (1211). Regional liegt der Kanton Zürich mit 2181 Stellen vorne, das sind 45 Prozent des Totals.
Der Report stützt sich auf 8439 Inserate aus dem Zeitraum von Juli 2024 bis Juni 2026. Geliefert hat sie das Unternehmen X28, das Daten zum Schweizer Arbeitsmarkt sammelt. Die Hochschule wählte daraus die Inserate mit KI-Bezug aus und klassifizierte sie mithilfe von Sprachmodellen. Die Vergleichswerte für die Vorjahresperiode stammen aus demselben Datensatz. (pd/nil)