Wenn Schweizer suchen, fragen sie in 95 Prozent der Fälle bei Google nach. Doch wer bei www.google.ch einen Suchbegriff eintippt, erhält nicht nur schnelle Resultate, sondern füttert den US-Konzern auch mit persönlichen Daten.
Diese dienen dazu, Persönlichkeitsprofile zu erstellen, Suchergebnisse zu filtern und passende Werbung einzublenden.
Alternative Schweizer Suchhelfer bieten privatere und teils sogar innovativere Suchlösungen. So verspricht Swisscows.ch, weder Suchbegriffe noch IP-Adressen der Nutzer zu speichern. Bei den Treffern werden automatisch zugehörige Überbegriffe angezeigt. Das macht es einfacher, seine Suche einzugrenzen.
Eine andere bewährte Alternative zu Google ist Search.ch. Hier ist vor allem vieles "echt schweizerisch". Ein Mausklick liefert von Telefonbuchabfragen über den Wetterbericht bis zum Kinoprogramm viel Lokales. Bei Search.ch kann man sogar die Suche nach einem Handwerker auf einen Kanton einschränken.
Wer weltweit suchen will, findet bei Duckduckgo.com, Bing.com oder www.qwant.com internationale Alternativen zu Google.
Ein Rudel Suchhunde
Oft findet Google aber mehr als die Konkurrenten. Wer Googles Wissen nutzen und trotzdem vertraulich suchen will, greift deshalb zu Meta-Suchmaschinen. Diese senden eine anonymisierte Suchanfrage gleich an mehrere Suchhelfer und zeigen dann das Ergebnis in einer Übersicht.
Bekannt ist dabei vor allem der Dienst www.metager.de. Er nutzt gegen 100 Suchdienste und erlaubt, gefundene Seiten anonymisiert aufzurufen.
Als besonders "diskrete" Suchmaschine lobt sich der Anbieter Ixquick.de. Clevere Zusatzfunktionen wie Treffersortierung nach Webseiten bietet Serioussearch.de. Natürlich gibt es auch eine helvetische Metasuchmaschine, diese findet sich bei Etools.ch.
Wissenschaftliche Antworten liefern Worldwidescience.org und Wolframalpha.com. Wollen Kinder googeln, sollten sie besser kindertaugliche Suchmaschinen wie beispielsweise Fragfinn.de nutzen. (sda)
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