Der ehemalige Newsnet-Mitarbeiter Angelo Markovic hat mit der Mr. Wolf Gmbh eine Firma für Admanagement, gegründet. Persoenlich.com wollte von ihm wissen, was er damit konkret bezweckt und welche Herausforderungen sich für die Zukunft stellen.
Herr Markovic, Sie haben soeben eine Firma im Admanagement-Bereich gegründet. Was muss man sich darunter vorstellen?
Die Mr. Wolf GmbH bietet verschiedene Dienstleistungen im Admanagement-Bereich an. Der eigentliche Fokus liegt darauf, komplexe Probleme zu beheben, zum Beispiel beim Key-Level-Support einer Admanagement-Abteilung, oder beim Aufsetzen und Instruieren von neuen Webseiten in einem Admanagement-System. Wir bieten aber auch Schulungen und Beratungen an oder begleiten ganze Abteilungen über eine längere Zeit als Coach. Und natürlich organisieren wir auf Wunsch auch ein komplettes Outsourcing.
Warum machen Sie das?
Während meiner Zeit bei Newsnet, konnte ich mir in Sachen Admanagement sehr viel Know-How aneignen. Entsprechend habe ich mich zum Helpdesk für Admanagement-Kollegen und auch innerhalb der Tamedia entwickelt. Dies war der eigentliche Beweggrund für meine Selbständigkeit.
Wie haben sich die Systeme im Admanagement-Bereich eigentlich entwickelt?
Sie werden täglich besser. Ungerne erinnere ich mich zurück an eine Zeit, wo ein animiertes GIF noch als Highlight galt. Heute bietet ein System bereits in der Standard-Ausführung unzählige Features. Zum Beispiel: Sichtbarkeitkontrolle, Videostreaming, Event-Tracking und Parameterübergabe.
Wie sieht es aus hinsichtlich technischen Herausforderungen im Mobile-Bereich?
Unschwer ist zu erkennen, dass der Traffic weg vom Desktop-PC/Laptop hin zu den mobilen Geräten wandert und dort die Werbung und vor allem die Anforderungen an die verschiedenen Systeme unterschiedlich sind. Es gibt native Apps und Web-Apps die auf HTML5 aufbauen. Dort einen Standard zu finden, wird relativ schwer. Die Kreativagenturen versuchen immer wieder mit neuen Features das Medium in den Vordergrund zu rücken. Mittels vordefinierten Schnittstellen, die jedes Adsystem anbietet und mit dem MRAID Standard (Mobile Rich Media Ad Interface Definition) bewegen wir uns in die richtige Richtung.
Was halten Sie von Real-Time-Bidding?
RTB ist eine interessante Technologie, die vor allem gewisse Effizienzsteigerungen ermöglicht - gerade auch im Ad-Management-Bereich. Ob sich dieser Trend in der Schweiz durchsetzt, ist schwierig zu sagen. Noch tun sich die grossen Verlage, aber auch die Agenturen schwer damit. Technologisch ist der Ansatz auf jeden Fall spannend, jedoch braucht es für die Anbindung solcher Schnittstellen ebenfalls entsprechendes Know-How.
Wie haben sich die Werbemittel technologisch entwickelt?
Die Werbemittel werden immer interaktiver. Die Entwicklung begann beim animierten GIF, über HTML- zu animierten Flash-Banner und nun starten die ersten HTML-5-Banner. Diese Technologie steht noch in der Anfangsphase. Ich erhoffe mir aber aus technischer Sicht eine vereinfachte Handhabung für plattformübergreifende Kampagnen.
Interview: Matthias Ackeret