Faktencheck-Schulungen für Medienschaffende

Google News - Das Trainingsprogramm «Faktencheck 2022» wird nun in Zusammenarbeit mit der Keystone-SDA in der Schweiz umgesetzt. Geplant sind Schulungen zur digitalen Recherche, Verifikation und Faktencheck. Zudem startet Google News das Förderprogramm «Innovation Challenge».

Google engagiert sich seit seiner Gründung vor über zwei Jahrzehnten als Anbieter und Partner für Verlegerinnen und Verleger sowie individuelle Medienschaffende. In einer Mitteilung vom Donnerstag kündigte Google im Rahmen der Google News Initiative (GNI) Angebote für Medienschaffende in der Schweiz, sowie für kleine und mittelgrosse Medienunternehmen in ganz Europa an.

Das von Google in Deutschland mit ins Leben gerufene Projekt «Faktencheck 21», bei dem die Deutsche Presse-Agentur dpa zusammen mit Expertinnen und Experten im vergangenen Jahr Verlage und Medienhäuser bei der Kapazitätsbildung zum Thema Faktenchecking unterstützte, wird als «Faktencheck 2022» in Zusammenarbeit mit der Keystone-SDA auf die Schweiz ausgeweitet. Mit dieser Erweiterung der Faktencheck-Schulungsinitiative verstärkt Google sein Engagement, Fehlinformationen gezielt zu erkennen und deren Verbreitung zu verhindern.

Journalistinnen und Journalisten sind in ihrem Alltag mehr denn je gefordert, Informationen richtig einzuschätzen. Keystone-SDA bietet mit dem Trainingsprogramm für Schweizer Medien in Kooperation mit der Deutschen Presse-Agentur dpa und der Unterstützung der Google News Initiative an drei Terminen im April eine Schulung zur digitalen Recherche, Verifikation und Faktencheck an. Die Zielsetzung der nationalen Nachrichtenagentur ist es, Knowhow zum Faktenchecking in Schweizer Medien zu tragen, aber auch das Faktencheck-Knowhow auf den Redaktionen auszubauen. Qualitativer Journalismus ist mehr denn je gefragt. Dieses Trainingsprogramm ist ein wichtiger Bestandteil für eine hochstehende Qualität im Journalismus.

Darüber hinaus bietet die Google News Initiative (GNI) Journalistinnen und Journalisten weiterhin eigene Trainings und Programme zu Themen wie Verifizierung, Recherche, Online-Sicherheit oder Datenjournalismus. 

Google News Initiative: Startschuss für erste «Innovation Challenge» in Europa

Ob es darum geht, neue Geschäftsmodelle auszuprobieren, das Engagement der Leserinnen und Leser zu erhöhen oder mit Technologie zu arbeiten, um Newsrooms neu zu organisieren – Medienhäuser in ganz Europa sind beständig dabei, sich immer wieder neu zu erfinden. Vor diesem Hintergrund startet Google die erste Google News Initiative «Innovation Challenge» zur Unterstützung von kleinen und mittelgrossen Medien und journalistischen Anbietern in Europa an. Sie sorgen für glaubwürdige und verlässliche Informationen in Zeiten, in denen wir diese so dringend benötigen. Auch Schweizer Medien können ab sofort bis Ende Mai Innovationsprojekte im Journalismus einreichen.

Das neue Förderprogramm ist der direkte Nachfolger des Digital News Innovation Funds der Google News Initiative. Der DNI Fund hat zwischen 2016 und 2019 insgesamt 662 ehrgeizige Projekte im digitalen Journalismus in Europa unterstützt, darunter 15 Projekte aus der Schweiz. Zu den geförderten Projekten zählten Tools für die Zusammenarbeit von Investigativjournalistinnen und -journalisten über Landesgrenzen hinweg, die Entwicklung von Open-Source-Software zur Unterstützung von unabhängigen journalistischen Geschäftsmodellen, wie auch die Nutzung von Virtual Reality (VR), um Leserinnen und Leser auch emotional besser erreichen zu können.

Im Rahmen der Innovation-Challenge für Europa sucht Google nach Innovationen und «Innovatoren» in den Medien, die den Status quo in Frage stellen und mutig vorangehen, um einen vielfältigen, langfristig erfolgreichen Journalismus zu schaffen. Gleichzeitig ist der Wettbewerb eine gute Gelegenheit für kleine und mittelgrosse Häuser, Innovation im Journalismus insgesamt zu fördern.

Wie die Innovation-Challenge funktioniert
Die Innovation-Challenge richtet sich an etablierte Verlage, Onlineredaktionen, Nachrichten-Start-ups, Partnerprojekte und Freiberufler mit Sitz in Europa. Teilnahmeberechtigt sind Redaktionen mit weniger als 50 Vollzeitjournalistinnen und -journalisten. Projekte können mit bis zu 150‘000 Euro gefördert werden. Weitere Informationen über förderfähige Projekte, Kriterien und Finanzierung finden Sie auf dieser Webseite.

Bewerbungen bis Ende Mai einreichen
Auf der Website der Innovation-Challenge sind neben ausführlichen Informationen zu Teilnahmebedingungen, Ländern und Finanzierung auch die Bewerbungsformulare zu finden. Bewerbungen müssen in englischer Sprache online eingereicht werden und sind bis zum 31. Mai 2022 um 23:59 Uhr (GMT) möglich. Als Teil des Antragsverfahrens müssen die Antragstellerinnen  und Antragsteller eine erläuternde Präsentation erstellen. Am Mittwoch, 13. April um 15 Uhr (CEST) wird Google ausserdem ein Online-Forum mit Live-Präsentation und Fragerunde abhalten. Die Empfängerinnen und Empfänger der Förderung werden im Laufe des Jahres bekannt geben. (pd/mj)