Fernsehen ist noch immer am beliebtesten

Mediapulse Streaming Data - Das klassische Fernsehen erreicht laut einem Bericht noch immer das grösste Publikum und die längste Verweildauer. Bei den 15- bis 29-Jährigen schauen 31 Prozent YouTube, nur 20 Prozent schalten das TV ein.

Auch im zweiten Quartal 2022 zeichnet sich das klassische Fernsehen weiterhin durch die höchste Tagesreichweite und längste Nutzungszeit aus. Diese Reichweite zeige einen ähnlichen Jahreszeiten-Trend auf wie im Jahr 2021, heisst es in einer Mitteilung.

Im Vergleich der Tagesreichweite erzielen die Videoplattform YouTube und der Streaminganbieter Netflix ebenfalls relevante Publikumsanteile, auch wenn sie diese seit Q1 nicht steigern konnten. Netflix zeichnet sich jedoch durch eine hohe Verweildauer aus. Die weiteren Streamingplattformen Disney+, Amazon Prime und Apple TV+ erreichen weiterhin sehr wenige Personen.

In der italienischen Schweiz werden über das klassische Fernsehen sowie die Streamingdienste mehr Personen erreicht als in den übrigen Sprachregionen. Dagegen zeigen sich zwischen der Romandie und der Deutschschweiz kaum Unterschiede. Das gleiche Bild zeichnet sich auch beim Big-Screen- und Small-Screen-Vergleich ab.

Der zweite Quartalsbericht 2022 zeigt, dass YouTube in der Altersgruppe der 15- bis 29-Jährigen mehr Personen erreicht als die Angebote der TV-Sender. Bei dieser Altersgruppe ist YouTube somit weiterhin das Bewegtbildangebot mit der grössten Nutzerschaft. Die Nutzung von TV und Netflix findet beinahe ausschliesslich auf dem klassischen TV-Gerät statt, während YouTube vor allem auf den Small Screen Devices konsumiert wird.

Als Teil der TV-Forschung publiziert Mediapulse quartalsweise eine Übersicht zu den Streaming Data mit dem Ziel, eine unabhängige, plattformübergreifende und vergleichbare Datenbasis für die Nutzung von TV- und anderen Bewegtbildangeboten bereitzustellen. Dabei werden die Verbreitung und Nutzung von relevanten Video- und Streamingplattformen quantifiziert und mit den entsprechenden Kennwerten der TV-Nutzung verglichen. (pd/wid)