Mit der «Digital News Initiative» hat Google ein Projekt gestartet, um den digitalen Journalismus zu fördern. Bis zu 27 Millionen Euro werden in 23 Ländern in Europa eingsetzt, um innovative Projekte zu unterstützen. In der Schweiz wurden bisher zwei angenommene Projekte bekanntgegeben: «Iris», ein Petitionsportal der «AZ Medien» und «NZZ Companion», eine personalisierbare App der «Neuen Zürcher Zeitung», wie den jeweiligen Medienmitteilungen zu entnehmen ist.
Aus über 1200 Projekten wurden die beiden Medienhäuser ausgewählt. Derweil wurden noch vier andere Projekte angenommen, die aber noch nicht kommuniziert werden können, so ein Google-Sprecher gegenüber persoenlich.com. Die sechs Projekte aus der Schweiz lassen sich unterteilen in drei Grossprojekte – zu denen das Projekt der «NZZ» gehört –, ein mittelgrosses und zwei Prototypprojekte.
Für die Grossprojekte gilt eine Förderung zwischen 300'000 und eine Million Euro, insgesamt werden 1,766 Millionen Euro in Schweizer Projekte investiert.
Beim Projekt der «AZ Medien» geht es um die Lancierung eines lokalen Petitionsportals, auf dem die Bürger eigene Anliegen, Initiativen und Ideen für ihr lokales Umfeld publizieren und zur Abstimmung stellen können. Themen, die auf ein hohes Interesse seitens der Bevölkerung stossen, können anschliessend von der Redaktion aufgegriffen, thematisiert, an die verantwortliche Stelle weitergeleitet und inhaltlich begleitet werden, heisst es in der Mitteilung.
Beim Projekt der «NZZ», eine App, soll dem Nutzer laut Mitteilung mithilfe aktiver und passiver Personalisierung Informationen und Nachrichten bieten, die dem Lesekontext, dem Nutzungsverhalten und der jeweiligen Nutzungssituation bestmöglich entsprechen.
Mit der Initiative verfolgt Google laut einem Blogpost das Ziel, zusammen mit europäischen Medienhäusern «qualitativ hochwertigen Journalismus in Europa durch Technologie und Innovation zu fördern». (pd)