Google und Pro Juventute werden Partner

Medienkompetenz - Die Suchmaschine unterstützt so genannte «Medienprofis»-Veranstaltungen, in denen Kinder, Jugendliche, Lehrer und Eltern den Umgang mit sozialen Medien lernen.

Pro Juventute kann künftig mehr Kurse für Kinder und Jugendliche anbieten, in denen sie den Umgang mit Sozialen Medien lernen. Ermöglicht wird dieser Ausbau durch Google. Inhaltlich habe Google aber nichts zu sagen, betonen beide. Wie viel Geld in die Ausbildung von Kindern und Jugendlichen fliesst, wollen Google und Pro Juventute nicht publik machen. Der Betrag sei aber substantiell, gaben sie auf Anfrage der sda bekannt. Mit dem Geld werden so genannte «Medienprofis»-Veranstaltungen finanziert, in denen Kinder, Jugendliche, Lehrer und Eltern den Umgang mit sozialen Medien lernen. Bis Ende 2015 konnte Pro Juventute bereits über 1500 dieser Kurse durchführen. Nun kann die Jugend-Organisation dieses Angebot ausbauen, wie sie am Montag mitteilte. Geplant ist auch ein Medienkompetenz-Test, mit dem Schülerinnen und Schüler eingestuft werden können. Entwickelt wird dieser in Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule Schwyz.

Pro Tag zwei Stunden im Internet

«Wir möchten unseren Beitrag dazu leisten, dass sich Nutzer sicher im Internet bewegen», sagte Google-Sprecher Samuel Leiser. Das Unternehmen profitiere schliesslich davon, wenn Menschen das Internet als positive Erfahrung erlebten. «Inhaltlich wird Google aber keinen Einfluss nehmen», versicherte er. Man habe gemerkt, dass sich Eltern und Lehrer in der Schweiz sehr für dieses Thema interessierten, weshalb man gerne einen Beitrag zur Ausbildung in Medienkompetenz leiste. Das Herunterladen und Teilen von Bildern, Musik und Videos über Facebook, Instagram, Snapchat, YouTube oder Whatsapp gehört für Jugendliche heute zum Alltag. Pro Tag verbringen sie durchschnittlich zwei Stunden im Internet, am Wochenende sogar drei. (sda)