Die Forschenden wollen mithilfe von Neurodaten und KI-Analysen untersuchen, wie Kommunikationsinhalte auf Rezipienten wirken. Die FH Graubünden übernimmt dabei die methodische Begleitung und Validierung der Ansätze von Skipp.
Vergleich verschiedener Messmethoden
Im Rahmen des Projekts werden die KI-gestützten Simulationen von Skipp mit etablierten Verfahren wie Eye-Tracking und Nutzerstudien verglichen. «Unsere Aufgabe ist es, die Ansätze methodisch zu untersuchen und durch Tests zu ergänzen», erklärt Prof. Philipp Liebrenz, Studienleiter und Dozent für User Experience an der FH Graubünden.
Das Forschungsteam untersucht unter dem Titel «Neuro-cognitive testing in the context of communication effectiveness», wie Botschaften verarbeitet werden und welche Faktoren deren Wirkung beeinflussen. Zum Einsatz kommen Eye-Tracking, Reaktionszeitanalysen und KI-gestützte Salienzmessungen.
Labor in Fürstenau als Forschungsstandort
Die Kommunikationsagentur Skipp betreibt in Fürstenau ein Labor für Neuromarketing und Künstliche Intelligenz, das im Frühjahr eröffnet wurde. Dort werden Kampagnenmotive, Videos und digitale Inhalte neurowissenschaftlich analysiert. Nach Angaben von Skipp nutzen bereits verschiedene Unternehmen die Analysemöglichkeiten.
Florian Mathis, Dozent für User Experience an der FH Graubünden, weist auf die praktische Bedeutung hin: «Gleichzeitig entstehen Automatisierungsschritte, die in dieser Form erstmals in der Branche umgesetzt werden.»
Die Förderung erfolgt über einen Innovationsscheck von Innosuisse, mit dem KMU gemeinsam mit Hochschulen neue Ansätze erproben können. Das Projekt soll die Grundlage für eine spätere wissenschaftliche Validierung der Methoden schaffen. (pd/nil)