Internetsucht ist ein unterschätztes Leiden. Beim exzessiven Internetkonsum kann es zu Veränderungen im Gehirn kommen. Eine neue Studie hat die Reduktion des Gehirnvolumens in bestimmten Bereichen festgestellt. Die gleichen Gehirnveränderungen finden auch beim Konsum von Drogen wie beispielsweise Heroin statt.
Die chinesische Akademie der Wissenschaften hat das Internetverhalten von 35 Frauen und Männern zwischen 14 und 21 Jahren untersucht. Bei 17 Personen wurde mittels Kernspinresonanzverfahren festgestellt, dass sich die weisse Substanz des Gehirns verändert hat, also jener Bereich, der die Nervenfasern enthält. Zudem erkannten die Forscher einen negativen Konnex zwischen dem Gehirnvolumen und der Dauer der Abhängigkeit. Je länger eine Person internetsüchtig war, desto geringeres Volumen wies ihr Gehirn in bestimmten Regionen auf. (pte)

