Kein Börsengang geplant

Zalando - Versandhändler will in die Gewinnzone.

Der Berliner Online-Versandhändler Zalando arbeitet nach eigener Auskunft derzeit nicht an Börsenplänen. Die Firma konzentriere sich vielmehr darauf, die Präsenz in seinen 14 europäischen Märkten zu stärken, sagte Firmengründer und Geschäftsführer Robert Gentz.

Ziel sei ferner, die Kernregion Deutschland, Österreich und Schweiz in die Gewinnzone zu bringen, ergänzte Gentz am Mittwoch am Rande einer Investorenkonferenz der Nachrichtenagentur Reuters.
 
In Finanzbranche und Medien wurde zuletzt über einen möglichen Börsengang (IPO) des Unternehmens Anfang kommenden Jahres spekuliert. Bankenkreisen zufolge haben Geldhäuser die Firma bereits kontaktiert, um sich ein Mandat zu sichern.
 
"Zalando hat grosses Potenzial, ein erfolgreicher IPO-Kandidat zu werden", sagte ein Banker. "Aber als erstes muss das Unternehmen zeigen, dass es Geld verdienen kann." Im vergangenen Jahr hatte Zalando erstmals einen Milliardenumsatz erwirtschaftet.
 
Grösster Anteilseigner ist die schwedische Investment AB Kinnevik, die mittlerweile 26 Prozent der Anteile direkt und neun Prozent indirekt kontrolliert. Sie hatte im vergangenen Jahr ein Zehn-Prozent-Paket hinzugekauft zu einem Preis, der den Online-Versandhändler insgesamt mit 2,8 Milliarden Euro bewertet. (sda)