Lebenslanges Lernen steht im Mittelpunkt

Digitaltage - An den vierten Digitaltagen in der Schweiz steht das Lebenslange Lernen im Mittelpunkt. Auch die Rolle Europas bei der Digitalisierung wird diskutiert. Wegen der Pandemie werden dieses Jahr viele Anlässe online durchgeführt.

Bereits hätten über 10'000 Personen an den Aktivitäten der Digitaltage teilgenommen, sagte Digitalswitzerland-Gründer Marc Walder an der Online-Medienkonferenz am Montag. Alt-Bundesrätin Doris Leuthard lud in ihrer Ansprache die Menschen dazu ein, sich auf die neuen Technologien einzulassen, denn die Digitalisierung verändere «alles in einem rasanten Tempo».

Zum Ziel haben sich die Digitaltage auch die Förderung des MINT-Nachwuchs in der Schweiz gesetzt. Darüber sprach Google-CEO Patrick Warnking. So würden in den nächsten Jahren in diesem Wirtschaftszweig rund 120'000 Fachkräfte fehlen. Das Ziel sei es, die neue Generation dafür zu begeistern, deshalb sei eine Kampagne gestartet worden, die Jugendliche für MINT-Berufe begeistern soll. Über die Rolle Europas in der Digitalisierung sprach Ana Brnabic, Serbiens Premierministerin.

Die Digitaltage finden zum vierten Mal statt, sie dauern bis Dienstag. Die Veranstaltung wird digital und physisch in der ganzen Schweiz durchgeführt, erstmals dauert sie drei Tage. An rund 400 kostenlosen Veranstaltungen, an über 20 Standorten in der ganzen Schweiz sollen gleichgesinnte Digitalbegeisterte, Neuankömmlinge, Branchenexperten und Unternehmen zusammengebracht werden, um die Entwicklung von Ideen zu fördern.

Debattiert werden soll unter anderem über den digitalen Wandel für die Schweiz von morgen. Auch sollen Start-Ups gefördert werden. Eröffnet wurden die Digitaltage von Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga.

Aus der 2015 am Weltwirtschaftsforum (WEF) ins Leben gerufenen Initiative Digitalswitzerland ist inzwischen eine Bewegung entstanden, an der sich über 150 Schweizer Grossunternehmen und Institutionen angeschlossen haben. Seit 2017 findet der Digitaltag unter Federführung von Digitalswitzerland jedes Jahr statt. Gemäss Digitalswitzerland steht die Schweiz beim digitalen Ranking an sechster Stelle. (sda/lol)