Es sind nur noch dreieinhalb Wochen bis zur Eröffnung von Mailands Expo. Das Kulturministerium in Rom hat zu diesem Anlass eine Website zur Präsentation der touristischen und kulturellen Veranstaltungen ins Leben gerufen, die zu einem Marketing-Desaster geworden ist.
Ganz Italien macht sich über "Verybello.it" lustig, eine von Kulturminister Dario Franceschini präsentierte Internetplattform mit Italiens umfangreichem Kulturangebot.
Im Netz regiert der Spott wegen des Namens, der mit seinem Anglizismus für viele unerträglich provinziell klingt. Doch nicht nur wegen des Namens ist "Very Bello" ins Kreuzfeuer der Kritik geraten. Die Website, die 35'000 Euro kostete steht erst einmal nur auf Italienisch und Englisch zur Verfügung, dabei hatte der Minister eine polyglotte Seite versprochen.
Very Bello ist eine Big-Katastrophe
Weder Twitter- noch Facebook-Accounts wurden eingerichtet. Veröffentlicht wurde anfangs ein Bild Italiens, aus dem Sizilien und ein Teil Kalabriens ausgeklammert wurden. "Very Bello ist eine Big-Katastrophe", kommentierten Nutzer im Internet.
Kulturminister Franceschini lässt sich nicht aus der Ruhe bringen und rechtfertigt sich: "Very Bello ist ein Name, der im Ausland in Erinnerung bleibt." Bis zum Expo-Start Anfang Mai werde man die Website mit neuen Inhalten und anderen Sprachen anreichern.
Die Debatte um den Namen habe die Zahl der Webseiten-Besucher beflügelt. "Viel Werbung für Very Bello dank Spott, Kritik und Boshaftigkeiten: Very very grazie!", twitterte der Minister. (sda)