Mehr Online-Angriffe im ersten Halbjahr

Internetkriminalität - Die Gründe sind das vereinfachte Meldeverfahren und wiederholt Angriffswellen bei Phishing und Fake Sextortion.

Der Bund meldet im ersten Halbjahr 2021 eine Zunahme der Online-Angriffe um 85 Prozent, wie der SonntagsBlick schreibt. Gingen im zweiten Halbjahr 2020 beim Nationalen Zentrum für Cybersicherheit (NCSC) 5542 Meldungen über Cyber-Vorfälle ein, waren es im ersten Semester 2021 10'294.

Die Steigerung hängt einerseits mit einem vereinfachten Meldeverfahren zusammen. Zudem gab es im laufenden Jahr wiederholt Angriffswellen, etwa in den Bereichen Phishing und Fake Sextortion. Diese zogen eine grosse Zahl von Meldungen nach sich. Laut dem Experten Nicolas Mayencourt hat sich die Zahl der Angriffe während der Corona-Pandemie vervielfacht. «Dass viele Menschen im Homeoffice arbeiten, bietet den Cyberkriminellen Angriffsfläche. Vielerorts existieren keine Sicherheitskonzepte», sagt Mayencourt. (sda/lom)