NZZ tritt Allianz zum Schutz journalistischer Inhalte bei

Spur - Die Zeitung schliesst sich mit über 40 weiteren Medienhäusern der internationalen Allianz an.

Die NZZ tritt zusammen mit über 40 weiteren Medienhäusern der internationalen Allianz Standards for Publisher Usage Rights (Spur) bei, wie sie mitteilt. Die Allianz, die auch als «Nato for News» bezeichnet wurde, setzt sich für internationale Standards und Transparenz bei der Nutzung journalistischer Inhalte durch KI-Unternehmen ein. Sie zählt nach eigenen Angaben über 80 Mitglieder, darunter die «New York Times», «The Economist» und «Associated Press». Ringier ist seit Januar dabei (persoenlich.com berichtete).

Spur entwickelt technische Standards, um die Nutzung von Medieninhalten durch KI-Systeme nachvollziehbar zu machen. Der kürzlich veröffentlichte «Content Telemetry Standard» soll einheitlich erfassen, wie KI-Modelle Medieninhalte verwenden. Dies soll laut Mitteilung eine Grundlage für Lizenzvereinbarungen und Vergütungen bilden.

Roman Bretschger, Deputy CEO und Generalsekretär der NZZ, betont, KI biete auch dem Journalismus Chancen. Journalistische Inhalte dürften aber nicht ohne klare Regeln und angemessene Vergütung genutzt werden. Mit dem Beitritt wolle sich die NZZ gemeinsam mit anderen Medienhäusern für faire Wettbewerbsbedingungen einsetzen.

Die NZZ engagiert sich nach eigenen Angaben bereits national für den Schutz urheberrechtlich geschützter journalistischer Inhalte. Der Beitritt ergänze dies auf internationaler Ebene. (pd/spo)