Die beiden Telekom-Unternehmen Orange und Sunrise testen, ob sie ihre Mobilfunknetze gegenseitig nutzen können. Das bestätigen nicht nur die beiden Firmen. Auch der Telekom-Regulator ComCom ist im Bild und befürwortet das Vorgehen: "Es ist absolut sinnvoll, dass die beiden nun ausloten, ob sie Teile ihres Netzes zusammenlegen können", sagt ComCom-Präsident Marc Furrer der "NZZ am Sonntag". "Das wird letztlich ihren Kunden zugutekommen."
Auf eine rasche Fusion der beiden Unternehmen wird die Zusammenarbeit aber nicht hinauslaufen. Das käme teuer: Beim Verkauf ihrer Schweiz-Tochter an das Private-Equity-Haus Apax hat der französische Orange-Konzern folgende Vertragsklausel ausgehandelt: Falls Orange Schweiz innerhalb von fünf Jahren nach dem Verkauf (also bis 2017) mit Sunrise fusioniert würde, müsste Apax den Kaufpreis nachträglich um 270 Millionen Franken nachbessern. Das steht im Kleingedruckten des Orange-Geschäftsberichts 2013. (NZZaS)