"Panda"-Update bedroht Firmen

Google - Neuer Algorithmus führt zu Kollateralschäden.

Das sogenannte "Panda"-Update war nur eine von vielen Änderungen an Googles System zur Erstellung seiner Ranglisten. Für manche Unternehmen stellt aber gerade "Panda" eine Bedrohung der wirtschaftlichen Existenz dar, wie der Guardian berichtet. Durch die Marktmacht von Google ist eine Reihung auf den vorderen Plätzen speziell für kleinere Unternehmen überlebenswichtig.

Ziel des Panda-Updates war, originäre Inhalte stärker zu gewichten. Sogenannte Content-Farmen und Seiten ohne besonderen Mehrwert für Kunden sollten erst weiter unten in den Suchergebnissen auftauchen. Teilweise hat das funktioniert. Allerdings haben auch manche Angebote, die sich nichts zu Schulden kommen lassen haben, Probleme. Für Menschen, die ihren Lebensunterhalt ganz oder teilweise über eine Internetseite bestreiten, kann ein Absturz bei Google fatal sein. Studien belegen, dass 89 Prozent der Klicks bei Google auf die ersten zehn Suchergebnisse entfallen. Eine britische Unternehmerin, deren Seite aus den Top Ten flog, verzeichnete daraufhin Umsatzeinbussen von 90 Prozent und einen Rückgang des Datenverkehrs um 75 Prozent.

Sowohl in Europa als auch in den USA sind auch die Wettbewerbsbehörden auf die Marktmacht von Google aufmerksam geworden. Auch der Umstand, dass Google die eigenen Services prominent platzieren kann, sorgt für Unbehagen. Mit einem Rückgang der Marktmacht von Google ist in nächster Zeit nicht zu rechnen. Als mögliche zukünftige Konkurrenten positionieren sich momentan Twitter und Facebook. Auch Microsoft hat durch seine riesigen finanziellen Mittel das Potenzial, Google unter Druck zu setzen. (pte)