Nach gut zwölf Monaten enger Zusammenarbeit zwischen der Pilatus Flugzeugwerke AG und dem Januar Designbureau ging im August die rundum überarbeitete Corporate Website des Stanser Flugzeugbauers online, wie es in einer Mitteilung heisst. Emotional mit grosszügigem Bildanteil, puristisch im Designkonzept und technologisch auf dem neusten Stand unterstreiche der Onlineauftritt die Werte des weltweit bekannten Schweizer Flugzeugbauers.
Das Januar Designbureau konnte sich bei einer mehrstufigen Agenturevaluation gegen zahlreiche Mitbewerber durchsetzen. «Januar verstand es, den perfekten Mix aus Highend Technologie und unseren Schweizer Werten im Design zu transportieren», begründet Fabiola Felber, Projektleiterin Online Marketing, die Wahl der Zürcher Design- und Digitalagentur gemäss Mitteilung. Dass man auf eine kleine und dadurch sehr persönliche Agentur setzte, sei ein bewusster Entscheid des internationalen Grosskonzerns gewesen und entspreche der fast schon familiären Unternehmenskultur der Pilatus. Dass der Web-Relaunch wie die Flugzeuge das Label «Crafted in Switzerland» tragen sollte, sei von vornherein festgestanden.
In gemeinsamen Workshops am Hauptsitz in Stans ermittelte das Projektteam laut Mitteilung erst die Bedürfnisse der verschiedenen Stakeholder wie den Sales-Teams der unterschiedlichen Märkte und Flugzeugtypen, dem Marketing oder dem Human Ressources. Dann folgte die Analyse des internationalen Aviatik-Konkurrenzumfelds. Aber auch Seiten angrenzender Branchen wie etwa der Automobilindustrie hätten für die Gestaltung und das Interaction-Design als Benchmark gedient. Zielsetzungen wie etwa eine möglichst flache Navigationshierarchie und grosszügige Bildanteile hätten als konzeptionelle Eckpunkte für die Entwicklung der Inhalte und der anschliessenden Kreationsphase gedient.
Der neue internationale Webauftritt sollte eine starke, emotionale User Experience schaffen und die Faszination des Fliegens vermitteln, wie es weiter heisst. Die Designer von Januar hätten in diesem Sinne die Marke Pilatus für den digitalen Flugraum zeitgemäss weiterentwickelt. Sowohl die Zielgruppe der militärischen Trainingsflugzeuge als auch der Lifestyle/Business-Kunden anzusprechen, ohne die Swissness der Marke Pilatus auch nur einen Moment aus dem Fokus zu verlieren, sei für Emanuel Gürth, Senior Designer, der Anspruch an die Entwicklung des Look & Feels gewesen.
Der zentralen Bedeutung der mobilen Nutzung trägt eine voll responsive Umsetzung Rechnung, wie es weiter heisst. Das Design habe entgegen dem Mobile-First-Trend bei der grössten Desktop-Version angesetzt, um möglichst bald eine wirkungsvolle Bildsprache definieren und ein klares Designkonzept mit Atmosphäre entwickeln zu können, begründet Fredy Espejo diesen bewussten Entscheid in der Mitteilung. Die nachträgliche Reduktion auf Mobile sei in diesem Falle, die schlankere und zielführendere Methode gewesen.
Die Zusammenarbeit umfasste die konzeptionelle Begleitung, den gesamten Designprozess sowie die komplette Frontend Programmierung.
Dank einer Vielzahl von Micro-Interactions und dezenten Animationen hat Januar – laut eigenen Angaben – mit viel Liebe zum Detail eine User Experience geschaffen, die Aviatik-Herzen höher schlagen lässt und den umfangreichen Content intuitiv und übersichtlich darreicht.
Um den hohen Performance-Anforderungen gerecht zu werden, habe die Agentur bei der Frontend-Programmierung auf objektorientiertes Coding (OOP) gesetzt, wie man es üblicherweise aus der Sofware-Entwicklung kenne. Die einzelnen Website-Module könnten beliebig eingesetzt und individuell weiterentwickelt werden – ganz ohne gegenseitige Abhängigkeiten. Anhand der wichtigsten Seitentypen sei so eine eigentliche Toolbox entstanden, die dem Marketingteam die laufende und unabhängige Pflege massiv erleichtere. Die objektorientierte Methode stelle ausserdem eine schnelle browserseitige Interpretation und Kompilierung sicher mit erheblicher Zeitersparnis auch beim Debugging und der laufenden Wartung. Zugunsten einer federleichten Codebasis fokussiere die Seite auf die aktuellen Browserversionen, jedoch mit Fallbacks oder Weglassen kritischer Features auf veralteten Umgebungen.
Ein entscheidender Erfolgsfaktor für das komplexe Projekt war laut Mitteilung der enge Schulterschluss von Januars Senior Frontend Entwickler Vince Hehlen mit den Backend-Spezialisten von Pilatus, die den Auftritt auf ihr eigenentwickeltes CMS-System auf Symfony/PHP-Basis übertrugen.
Verantwortlich bei Pilatus Flugzeugwerke AG: Jérôme Zbinden (Gesamtverantwortung), Fabiola Felber (Online-Marketingleitung); beim Januar Designbureau: Fredy Espejo, Emanuel Gürth (Projektleitung, Konzeption, Design), Vince Hehlen (technische Realisation). (pd/tim)