Für Jugendliche gehören soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter zum Alltag. Nicht so für viele Eltern: sie haben oft wenig Ahnung, ob ihre Sprösslinge sicher im Internet unterwegs sind. Die Berner Kantonspolizei will Eltern nun Tipps zum sicheren Umgang mit Neuen Medien geben.
Dies tut die Polizei bis Ende November an insgesamt sechs Vorträgen im ganzen Berner Oberland, wie sie am Montag mitteilte. Die Region wurde nicht zufällig ausgewählt, flog doch dort Anfang Jahr ein gravierender Missbrauchsfall auf. Ein 47-jähriger Mann aus der Region Interlaken hatte sich - als Mädchen getarnt - auf Facebook an männliche Jugendliche herangemacht. Der Mann kontaktierte unter dem Decknamen "Anita" Teenager und brachte sie dazu, mit der vermeintlichen Anita intime Bilder auszutauschen.
Mit den Sexbildern erpresste der Mann dann seine jugendlichen Opfer und nötigte sie zu sexuellen Handlungen. Der Täter wurde Ende Juni vor Gericht zu einer Freiheitsstrafe von acht Jahren verurteilt.
Mit ihren Vorträgen wollen die Präventionsspezialisten der Polizei mithelfen, solch unliebsamen und gefährlichen Begegnungen im Internet vorzubeugen. Dazu vermitteln sie einfaches Grundwissen, informieren über Chancen und Risiken der Neuen Medien und über einen verantwortungsvollen Umgang damit. Die Vorträge finden in Thun, Steffisburg, Spiez, Saanen, Zweisimmen und Frutigen statt. (sda)
Polizei gibt Eltern Tipps zum sicheren Umgang mit Neuen Medien
Soziale Netzwerke - Mit Vorträgen will man mithelfen, gefährlichen Begegnungen im Internet vorzubeugen.