Zwei Shiatsu-Massagen für 99 statt 240 Franken? Ein professionelles Fotoshooting für 75 statt 255 Franken? Oder doch lieber ein Auto-Wintercheck für 29 statt 60 Franken? Im Internet wird jeder Schnäppchenjäger fündig das Geschäft mit den Billig-Angeboten floriert. Doch wer behält bei dieser Datenmenge den Überblick? Genau hier setzt das Start-up dealkompass.ch an. Es fasst täglich sämtliche Angebote der grossen Schweizer Schnäppchen-Portale Deindeal, Groupon und Dailydeal zusammen und publiziert sie. Seit diesem Sommer gibt es dealkompass.ch. Wie die Plattform seither genutzt wird und was als nächstes ansteht, erläutert Gründer Sascha Benz (24) im Gespräch mit persoenlich.com:
Sascha Benz, Sie arbeiten auf der Bank und begleiten daneben dealkompass.ch. Wie sieht die Firma mittlerweile aus?
Dealkompass ist seit Juni 2011 online. Nachdem ich die Idee dazu hatte, wurde das Portal von Mitgründer Pascal Meyer verwirklicht. Inzwischen kümmert er sich um das operative Geschäft und das Team hat sich um weitere Mitarbeiter auf Freelance-Basis erweitert.
Was genau bieten Sie?
Wir bieten die effiziente Lösung für Fans von Gutschein-Portalen. Jeder dieser Anbieter versendet täglich Informationen über neue Deals. Die Folge ist eine Flut an E-Mails, welche in die Inbox schwappt. Bei Dealkompass bündeln wir sie, teilen die vorgeschlagenen Deals den verschiedenen Kategorien zu und versenden sie an unsere User. In einem einzigen E-Mail erhalten diese dann die von ihnen per Vorauswahl gewünschten Deals zusammengefasst.
Was sieht man, wenn man bei Ihnen auf die Internetseite klickt?
Wir ordnen auf dealkompass.ch alle Deals geografisch. Schnäppchenjäger sehen so auf einen Blick, was bei ihnen in der Umgebung geboten wird.
Wie viele Kunden können Sie mit Dealkompass bedienen?
Viele User, welche den Newsletter abonniert haben, besuchen auch regelmässig das Portal. Der Newsletter dient dazu, über neue Angebote zu informieren. Die Kartenfunktion auf dealkompass.ch ermöglicht die gezielte Suche nach Deals einer gewissen Kategorie, z.B. Restaurants in der Umgebung. Unsere Benutzerzahlen wachsen im zweistelligen Prozentbereich: Zum Zeitpunkt, zu dem dieses Interview veröffentlicht wird, sind es schon wieder viele mehr.
Wie zufrieden sind Sie mit der bisherigen Entwicklung?
Wir sind sehr zufrieden mit der Entwicklung und können bestätigen, dass Deals auch weiterhin sehr beliebt sind und die Branche weiter wächst.
Wie finanziert sich dealkompass.ch?
Das Portal ist komplett eigenfinanziert.
Wie bewerben Sie es?
Mund-zu-Mund-Propaganda hat dealkompass.ch zum Fliegen gebracht. Zudem sind viele Schnäppchenjäger sehr Internet-affin. Neben Social Media lässt sich auch Performance Marketing sehr gut auf unser Geschäftsmodell anwenden und entspricht unserer Philosophie. Seit kurzem arbeiten wir mit der PR Agentur contcept communication zusammen. Sie unterstützt uns dabei, der Öffentlichkeit den Nutzen von dealkompass.ch aufzuzeigen.
Untersuchungen zeigen, dass Schnäppchenjäger längerfristig nicht interessant sind für Geschäfte und Lokale. Sie werden nicht zum Stammkunden und greifen bloss einmal zu. Ist der Erfolg von Ihrem Portal also bloss eine Eintagsfliege?
Das bezweifle ich. Für die meisten Geschäfte lohnt es sich. Wer richtig kalkuliert, ist auf der sicheren Seite. Die Nachfrage nach Deals von Seiten der Geschäfte ist weiterhin gross, regelmässig verirren sich auch Anfragen zu uns obwohl Dealkompass selber keine eigenen Deals anbietet. Negative Einzelfälle sind die Ausnahme.
Welches nächste Ziel verfolgen Sie als nächstes?
Aktuell haben wir eine mobile App in Entwicklung. Ausgehend von der Schweiz möchten wir Dealkompass auch in Deutschland und Österreich etablieren. Es ist uns ein Anliegen, die gute Zusammenarbeit mit den Direktanbietern zu vertiefen, um ihren eigenen Absatzkanal möglichst effektiv zu ergänzen.
Interview: Christine Schnyder