Schweizer Autoren hoffen auf Geld

Anthropic - Das KI-Unternehmen Anthropic will 1,5 Milliarden Dollar für unrechtmässig genutzte Werke zahlen. Auch Schweizer Schriftstellerinnen und Schriftsteller könnten profitieren.

Schweizer Autorinnen und Autoren hoffen auf eine Entschädigung durch das US-amerikanische KI-Unternehmen Anthropic. Wie die SonntagsZeitung berichtet, will die Firma hinter dem Sprachmodell Claude nach einer Sammelklage 1,5 Milliarden Dollar für rund 500'000 unrechtmässig genutzte Werke zahlen – je 3000 Dollar pro Buch.

Der Verband Schweizer Autorinnen und Autoren bestätigte der Zeitung, dass auch hiesige Schriftstellerinnen und Schriftsteller mit einer Berücksichtigung rechnen. Anthropic hatte Millionen von Büchern über illegale Plattformen wie Library Genesis heruntergeladen und für das KI-Training verwendet.

Eine Stichprobe der Zeitung zeigte diverse Schweizer Werke auf der Piratenplattform, darunter Bücher von Milena Moser, Christine Brand, Peter Stamm und Martin Suter. Eine illegale Nutzung gilt als sehr wahrscheinlich, wenn Werke auf solchen Seiten auftauchen.

Das zuständige US-Gericht muss dem Vergleich noch zustimmen. Es handelt sich um die höchste Entschädigungssumme in der Geschichte des amerikanischen Urheberrechts. (cbe)