SRF zum Thema Second Screen

IGEM - Quiz-Sendungen, die auf einfachen Frage-/Antwort-Paaren basieren, eignen sich besonders.

Am dritten Insiderlunch der Interessengemeinschaft elektronische Medien IGEM zum Thema Second Screen und Social Media stellte SRF die Erfahrungen mit ihren Anwendungen vor. "Die Millionen-Falle" und "The Voice of Switzerland" standen im Zentrum der Ausführungen von Romain Haenni (vgl. Bild unten) vom SRF-Multimediazentrum.

Beliebteste Anwendung war die Musiksendung "The Voice of Switzerland", die auch ein entsprechend hohes Onair-Rating erzielte. An diesen Sendungen beteiligten sich im ersten Quartal 2013 im Durchschnitt jeweils 35'000 Personen, bei den abschliessenden drei Livesendungen waren es sogar 50'000, heisst es in der Mitteilung vom Donnerstag. Bei der Quizsendung "Die Millionen-Falle" haben sich im Durchschnitt 5000 Personen eingeloggt und gegenseitig gemessen.

Wichtig für den Erfolg von Second-Screen-Anwendungen sei insbesondere die Promotion. So nahm die Zahl der Mitspielenden auf einen Schlag um rund 1000 Personen zu, nachdem eingeblendet wurde, dass 68 Prozent aller Online-Spieler die aktuelle Frage überstanden hätten.

App beliebter als die Website 
Für begleitende Aktivitäten auf dem Second Screen eignen sich vor allem Quiz-Sendungen, die aber auf einfachen Frage-/Antwort-Paaren basieren müssen. Bei Livesendungen ist es vor allem das Diskutieren des laufenden Geschehens. Bei Dokumentar- und Fiktionsprogrammen stehen dagegen weitergehende Informationen zur Sendung im Vordergrund.

Bezüglich der Zugangstechnologie hat sich gezeigt, dass die App weit beliebter ist als die Website. Machten anfangs noch 65 Prozent über die Website mit, hat sich dieser Anteil sehr schnell auf 15 Prozent reduziert.

Nicht zu unterschätzen sei auch der Personalaufwand. So wurden die Ausstrahlungen von "The Voice" durch fünf und die der "Millionen-Falle" durch zwei Personen begleitet, die direkt in der Sendeleitung sassen. (pd)