Swisscom und Google greifen WhatsApp an

Messenger-Dienste - Mit einer neuen Nachrichten-App will Google gemeinsam mit den Mobilfunkbetreibern die Messenger-Riesen konkurrenzieren. Swisscom führt die RCS-Technik noch dieses Jahr ein.

Die gute alte SMS gibt es bereits seit 25 Jahren. Seit dem Aufkommen von WhatsApp, Facebook Messenger und Co. verliert sie aber stetig an Relevanz. Um konkurrenzfähig zu bleiben stellen Mobilfunkbetreiber zunehmend auf den SMS-Nachfolger um: Er heisst «Rich Communication Service» oder kurz RCS und wird derzeit in verschiedenen Ländern eingeführt, wie die «NZZ am Sonntag» schreibt.

Viele Telefongesellschaften unterstützen den neuen Standard, und der US-Konzern Google hat ihn fest in das mobile Betriebssystem Android integriert. RCS soll künftig die beiden heute dominierenden Nachrichten-Apps WhatsApp und Facebook Messenger konkurrenzieren. Beide haben je 1,2 Milliarden aktive Nutzer.

Nun steigt die Swisscom als erste Schweizer Netzbetreiberin ein. «Wir sehen RCS als natürliche Fortentwicklung der SMS», sagt ein Firmenvertreter zur «NZZ am Sonntag». Der Dienst soll noch in diesem Jahr eingeführt werden. Bei Salt und Sunrise stehe ein Entscheid aus, heisst es weiter. Wer RCS-Nachrichten versenden will, benötigt keine Registrierung. Wie bei SMS genügt eine SIM-Karte mit gültigem Vertrag. Jedes kompatible Handy wird daher sofort per RCS erreichbar sein, an ältere Geräte werden die Nachrichten als SMS gesendet. (pd/maw)