Uber-Konkurrenten spannen zusammen

Taxi-App - Aus Angst vor Uber entsteht das weltweit grösste Taxi-Unternehmen.

Angesichts der Expansionspläne des umstrittenen Fahrdienstes Uber schliessen sich in China die beiden mit Abstand führenden Taxi-App-Betreiber zusammen. Die Unternehmen Didi Dache und Kuaidi Dache kündigten am Samstag ihre Fusion zu einem der weltweit grössten Unternehmen der Branche an.

Ihre Geschäfte auf dem weltweit grössten Fahrgast-Markt wollen beide Marken nach jahrelangem Preiskampf aber unabhängig voneinander weiter betreiben. Einem Insider zufolge soll der neue Konzern einen Marktwert von rund sechs Milliarden Dollar haben.

Kritik an Uber nimmt zu

Hintergrund ist auch der Konkurrenzkampf der chinesischen Internet-Giganten. Denn hinter Didi Dache steht der Branchenprimus bei sozialen Netzwerken, Tencent, hinter Kuaidi Dache der Online-Händler Alibaba, die beide die Fusion forcieren. Suchmaschinenbetreiber Baidu hatte erst im Dezember seinen Einstieg bei Uber angekündigt, um die Expansionspläne des US-Unternehmens in China zu unterstützen.

Uber vermittelt Fahrgäste über Smartphone-Apps gegen Provision an Gelegenheitsfahrer. Allerdings gibt es zunehmend Kritik daran. Auch in Deutschland läuft das Taxigewerbe Sturm gegen die neue Konkurrenz.

Nach Ansicht von Behörden und Gerichten in mehreren Ländern verstösst der Dienst gegen Gesetze, die die gewerbliche Personenbeförderung regeln. Kritiker werfen Uber unter anderem Dumping-Preise zulasten der Fahrer und mangelnden Schutz der Sicherheit von Fahrgästen vor. (sda)