UPC-Besitzer will Formel 1 kaufen

Liberty Global - Schon am Dienstag soll ein Deal über 8,5 Milliarden Dollar abgeschlossen werden. Käufer soll US-Medienunternehmer John Malone sein.

Die wichtigste Zahl des letzten europäischen Formel-1-Wochenendes wird nicht in Rundenzeiten bemessen, sondern in Dollars. Es handelt sich dabei um eine stattliche, da neunstellige Ziffernfolge, die am Rande des Grossen Preises von Italien in Monza kursiert: Das Gesamtunternehmen Formel 1 soll anscheinend für 8,5 Milliarden Dollar verkauft werden. Dem Vernehmen nach geht einer der grössten Deals der Sport-Geschichte bereits am Dienstag über die Bühne, heisst es in der «NZZ am Sonntag».

Bernie Ecclestone bestätigte einen entsprechenden Medienbericht. Demnach wird John Malone neuer Besitzer der Formel 1. Über seine Firma Liberty Global kontrolliert der US-Milliardär unter anderem UPC in der Schweiz. Später soll das Unternehmen offenbar an die Börse gebracht werden.

Gemäss Schätzungen setzt die Formel 1 pro Jahr knapp 2 Milliarden Dollar um, der Gewinn soll bei 500 Millionen liegen.  Neben Startgeldern verdient die Firma mit Sponsoren und Fernsehrechten. Der TV-Spezialist Malone würde wohl Veränderungen einleiten. Wie es mit dem 86-jährigen Ecclestone weitergeht, ist offen: «Es ist meine Entscheidung, welche Rolle ich einnehme.» (NZZaS/cbe)