Google+ kommt trotz aller Versuche, die Nutzerzahl mit der Brechstange zu erhöhen, nicht wirklich in Fahrt. Die Menge der User hat zwar in kurzer Zeit beeindruckende Werte erreicht, die Aktivität lässt aber nach wie vor zu wünschen übrig. Laut einer Erhebung von Statista lag Google+ im Dezember 2011 in den USA mit einer durchschnittlichen Verweildauer von zwei Minuten mit Abstand an letzter Stelle unter den beliebtesten sozialen Netzwerken. Obwohl dieser Wert auch für Facebook 2011 gesunken ist, bleibt der Rückstand enorm. Hauptprofiteur ist Pinterest, der neue Star am Social-Media-Himmel.
Tendenz fallend
Die durchschnittliche Verweildauer der Nutzer auf Facebook ist im vergangenen Jahr von über 25 auf unter 20 Minuten gefallen. Pinterest konnte seine Fans im Dezember 2011 im Schnitt etwas weniger als 15 Minuten auf der Seite halten. Das bedeutet eine enorme Steigerung. Zu Jahresbeginn verblieb der durchschnittliche User lediglich fünf Minuten auf der Plattform. Selbst diesen Wert konnte Google+ erst einmal kurzfristig erreichen und zwar kurz nach dem Start im Sommer 2011. Seither dümpelt die Verweildauer auf Google+ vor sich hin, die Tendenz ist eher fallend.
Kaum Firmenaktivität
Durch die Zwangsrekrutierung von Google-Kunden und Android-Nutzern hat Google+ die Zahl seiner Mitglieder zwar enorm steigern können, die Aktivität kann aber augenscheinlich nicht erzwungen werden. Aus diesem Grund sind auch Unternehmen noch nicht wirklich bereit, im grossen Stil Ressourcen in die Plattform zu investieren. Auch hier liegt das Problem eher in der Qualität als in der Quantität. Unternehmen wie etwa H&M haben zwar hunderttausende Fans, die Anzahl der Kommentare und Interaktionen halten sich aber meist in Grenzen. Auch die Zuwächse bei den Unternehmensprofilen sprechen eine eindeutige Sprache. (pte)