Wenn Menschen mit der Technik kommunizieren

Amazon - Die Bedeutung von sprechenden Assistenten in unserem Alltag wird zunehmen. Derzeit buhlen Amazon und Google um die Vorherrschaft auf dem Markt.

Amazon stellt sich auf eine Zukunft ein, in der Menschen sich ganz selbstverständlich mit der Technik in ihrer Umgebung unterhalten, ohne darauf zu achten, an welches Gerät sie sich gerade wenden. «Sie werden eventuell unterscheiden, welchen digitalen Assistenten sie ansprechen – aber es wird immer weniger wichtig, welches Gerät ihnen zuhört», sagte der Smart-Home-Chef des Online-Händlers, Daniel Rausch, der dpa am Rande der Technik-Messe IFA.

Mit seiner Software Alexa ist Amazon einer der Vorreiter bei sprechenden Assistenten. Alexa steckt zum einen in den hauseigenen vernetzten «Echo»-Lautsprechern. Zum andern versucht Amazon massiv, sie auch in Technik anderer Anbieter unterzubringen. Inzwischen gebe es 20’000 Geräte, die Alexa unterstützten, erklärte Rausch. Ende vergangenen Jahres seien es erst 4000 gewesen.

Google und Amazon im Konkurrenzkampf

Alexa steht in einem scharfen Wettbewerb mit der Konkurrenz-Software Google Assistant. Der Internet-Konzern will sich ebenfalls einen Platz in Geräten möglichst vieler Hersteller sichern. Nach Berechnungen der Marktforschungsfirma Canalys liegt zumindest bei vernetzten Lautsprechern der Google Assistant inzwischen vor Alexa. Apple beschränkt sich unterdessen darauf, seine Siri-Software nur in den eigenen Geräten einzusetzen.

Er gehe auch davon aus, dass die Assistenten verschiedener Anbieter nicht nur nebeneinander aktiv werden, sondern auch interagieren, sagte Rausch. Amazon und Microsoft zeigten vor einigen Monaten bereits eine Verknüpfung ihrer Programme Alexa und Cortana. Genauso rechne er damit, dass Menschen die sprechenden Assistenten auch ausserhalb des Haushalts – etwa auf der Arbeit oder im Hotel –  nutzen werden, so Rausch. (awp/sda/dpa/as)