Lara Jelinski, CEO Media Switzerland und zugleich Chief Growth Officer Central Europe bei Dentsu, erklärt dazu: «Mit der weltweiten Verpflichtung setzt Dentsu einen einheitlichen Standard für den Konzern, von dem auch unsere Kundinnen und Kunden in der Schweiz profitieren: eindeutige Kennzeichnung, klare Prozesse und geschulte Teams im Umgang mit KI-Inhalten.» So solle jede Kampagne aus der Schweiz künftig denselben Standard erfüllen wie im gesamten Dentsu-Netzwerk.
Der freiwillige Kodex wurde am 10. Juni 2026 von der EU-Kommission veröffentlicht. Er soll Unternehmen helfen, die Kennzeichnungspflichten von Artikel 50 des AI Act zu erfüllen, die seit dem 2. August 2026 gelten. Bis Ende Juli 2026 hatten sich laut EU-Kommission rund 190 Organisationen angeschlossen, darunter auch Microsoft, Google, OpenAI und Anthropic.
Konzernweit will Dentsu laut Mitteilung gemeinsam mit Kundschaft und Partnern Prozesse etablieren, um KI-gestützte oder KI-bearbeitete Inhalte eindeutig zu kennzeichnen, sowie die dafür nötigen Governance- und Kontrollstrukturen weiterentwickeln. Dazu gehören neue Arbeitsabläufe, technische Lösungen und Schulungsangebote für Mitarbeitende. Bereits im April 2025 hatte sich Dentsu nach eigenen Angaben als erste globale Marketing- und Werbeholding dem freiwilligen EU AI Pact angeschlossen, einer separaten Selbstverpflichtung der EU-Kommission zu den Prinzipien des europäischen KI-Regulierungsrahmens.
Will Swayne, Global Practice President Media and Integrated Solutions bei Dentsu, erklärt, man wolle mit der Unterzeichnung des Kodex «die Entwicklung und Anwendung von KI aktiv mitgestalten». (pd/nil)