An der Preisverleihung vom 25. Januar 2011 an den Solothurner Filmtagen hat das Migros-Kulturprozent das Filmprojekt "Zum Beispiel Suberg" von Simon Baumann, Suberg BE, zum Sieger des 1. CH-Dokfilm-Wettbewerbs erkoren. Das Migros- Kulturprozent übernimmt - mit Beteiligung der SRG SSR - die Kosten für den von der Balzli & Fahrer GmbH produzierten Film.
Der 32-jährige Nachwuchsfilmer Simon Baumann aus Suberg BE vermochte sich mit seinem Dokumentarfilmprojekt "Zum Beispiel Suberg" gegenüber seinen vier Mitkonkurrenten durchzusetzen. Der Sieger des 1. Migros-Kulturprozent CH- Dokfilm-Wettbewerbs mit dem vorgegebenen Thema "Lebenswelten - miteinander leben" verfolgt mit seinem Film das Ziel, sich in sein Heimatdorf Suberg BE zu integrieren.
Baumann wohnt zwar schon sein ganzes Leben in Suberg, hat sich aber nie auf die Dorfbewohner eingelassen. Nachdem seine Freunde aus der Kinderzeit Suberg zu Gunsten grosser Städte wie Zürich oder Berlin verlassen haben, will er die Bewohner von Suberg endlich kennenlernen. Mehr noch, er will neue Freunde gewinnen. Doch wo findet er Anschluss in diesem Dorf, in dem das gemeinschaftliche Leben kaum existiert?
Mit seinem Konzept, diese Annäherung an sein Dorf filmisch festzuhalten, vermochte Baumann die internationale Jury für sich zu gewinnen. "Das Projekt hat uns durch seine Originalität und seine Vielschichtigkeit überzeugt", so Hedy Graber, Leiterin Direktion Kultur und Soziales des Migros-Genossenschafts- Bundes und Jurypräsidentin. Ob es Baumann gelingen wird, von dem Nebeneinanderleben in ein Miteinanderleben hineinzufinden, wird sich im April 2012 zeigen. Dann feiert der Film - voraussichtlich an den Visions du Réel in Nyon - seine Premiere.
Im Anschluss an die Preisverleihung lancierte das Migros-Kulturprozent die zweite Ausschreibung des CH-Dokfilm-Wettbewerbs. Unter dem Titel "Freiheit - eine Herausforderung" lädt es Schweizer Filmschaffende ein, sich mit aktuellen Fragen rund um das Thema Freiheit in der Schweiz auseinanderzusetzen. Gesucht werden filmische Ideen aus dem persönlichen, sozialen, politischen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Umfeld - kurz: aus dem gesamten Lebenskontext der Schweiz -, die einen eigenständigen, differenzierten Blick auf einen der Kernbegriffe der modernen Gesellschaft werfen.
Der Wettbewerb erfolgt wiederum in zwei Stufen. Die fünfköpfige Jury besteht aus Hedy Graber, Präsidentin, Thomas Heise, Regisseur und Dokumentarfilmer, Berlin, Peter Liechti, Regisseur und Dokumentarfilmer, Zürich, Luisella Realini, ehemalige Produzentin Film Televisione della Svizzera italiana TSI, Sorengo, sowie Daniel de Roulet, Schweizer Schriftsteller, Dijon (F). (sda)
Weitere Informationen unter: www.migros-kulturprozent.ch