In rund 50 Ländern weltweit sind am Sonntag Feiern zum 150-jährigen Jubiläum der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) abgehalten worden. Am Anlass in Genf, wo die Organisation seit 1948 ihren Sitz hat, nahm auch Bundesrätin Doris Leuthard teil.
Verschiedene Persönlichkeiten, die zur Modernisierung der Telekommunikationstechnologie beigetragen haben, wurden in Genf mit Preisen gewürdigt. Unter den Ausgezeichneten sind beispielsweise Martin Cooper, der für die Entwicklung des ersten Mobiltelefons im Jahr 1973 verantwortlich zeichnete, oder Robert E. Kahn, der eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des Internets spielte. Er entwarf sozusagen den digitalen Rahmen für die Interaktion unterschiedlicher Informationssysteme.
Angefangen hatte die Übermittlung von codierten Nachrichten allerdings mit der Erfindung der Telegrafie. Dieser Meilenstein war es auch, der am 17. Mai 1865 zur Gründung des Internationalen Telegraphenvereins in Paris führte.
Später wechselte der Verein seinen Namen in Internationale Fernmeldeunion und gliederte sich als Sonderorganisation der UNO an. Mit ihren 150 Jahren ist die ITU nach dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) die zweitälteste internationale Organisation. Heute zählt die ITU 193 Mitgliedsstaaten, darunter das Gründungsmitglied Schweiz. (sda)