2,24 Milliarden Franken hat die öffentliche Hand 2007 für Kultur ausgegeben. Fast die Hälfte davon haben die Gemeinden ausgerichtet und davon wiederum fast die Hälfte die grossen Städte. Prozentual zu den Gesamtausgaben sind diejenigen für Kultur seit 1990 stabil. Pro Einwohner haben Bund, Kantone und Gemeinden 2007 durchschnittlich 294 Franken an Kultursubventionen ausgegeben, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Freitag mitteilte.
Die Romands waren mit 348 Franken die grosszügigsten, gefolgt von den Tessinern mit 238 Franken, während pro Deutschschweizer nur 216 Franken für Kultur ausgegeben wurde. Allerdings hat der Kanton Basel-Stadt pro Einwohner die Rekordsumme von 777 Franken für Kultur aufgewendet. Dieser Kanton gehört zusammen mit Bern, Genf, Waadt und Zürich zu denen, die am meisten für Kultur ausgeben. Zusammen mit ihren Gemeinden haben sie über 60 Prozent aller öffentlichen Kulturausgaben getragen.
Obwohl von Gesetzes wegen in erster Linie die Kantone für Kultur zuständig sind, haben die Gemeinden laut BFS am meisten Geld dafür ausgegeben. Sie haben 2,6 Prozent ihrer Gesamtausgaben für Kultur aufgewendet, die Kantone 1,7 und der Bund 0,6 Prozent. Anteilsmässig machten die Kulturausgaben der öffentlichen Hand 2007 1,6 Prozent aus, gleich viel wie in den 16 vorhergehenden Jahren.
Real sind die Kultursubventionen leicht gestiegen, von 1,55 Milliarden im Jahr 1990 auf 2,24 Milliarden 2007, was inflationsbereinigt 12 Prozent ausmacht. Der Bund hat seine Kulturausgaben in diesem Zeitraum am stärksten erhöht - vor allem, weil er neue Aufgaben in den Bereichen Medien und Film übernommen hat. (sda)