Abo-Angebote bremsen Musik-Downloads

Musikmarkt - Absatz in den USA erstmals seit zehn Jahren gesunken.

Das Geschäft mit Musik-Downloads in den USA ist 2013 erstmals seit über zehn Jahren zurückgegangen. Mit 1,26 Milliarden Titeln sei der Absatz um 5,7 Prozent gesunken, berichtete das Fachblatt "Billboard" am Wochenende.

Brancheninsider führen den Rückgang auf die Ausbreitung von Streaming-Diensten wie Spotify zurück, bei denen man entweder gratis (unter Inkaufnahme von Werbeeinblendungen) oder für eine Gebühr von etwa zehn Dollar im Monat unbegrenzt Musik direkt aus dem Netz hören kann. Dieser Preis liegt noch unter demjenigen für ein Album zum Downloaden.

Im Unterschied zum Download kann man Songs beim Streaming nur im Rahmen eines aktiven Abonnements hören. Nach Vertragsende ist auch der Song nicht mehr verfügbar.

Viele Musiker stehen dem Streaming-Trend kritisch gegenüber. So beklagten Radiohead-Sänger Thom Yorke, Elektronik-Produzent Flying Lotus und der einstige Talking-Heads-Frontmann David Byrne, dass diese Dienste mit ihren geringeren Auszahlungen Künstler auf die Dauer kein ausreichendes Einkommen bieten könnten.

Andere Acts, wie zum Beispiel die deutsche Spass-Rap-Truppe Fettes Brot, werben für den Dienst. (sda/as)