Die Wahl des Nachfolgers von Stephane Lissner als Intendant der Mailänder Scala ab 2015 könnte noch vor dem Sommer erfolgen. Der frühere Direktor des Zürcher Opernhauses und jetzige Salzburger
Festspielintendant Alexander Pereira gilt als Favorit.
Wegen seines ausgesprochenen Managertalents und seiner Fähigkeit, Sponsoren anzuziehen, würden Pereira beste Chancen eingeräumt, kommentieren italienische Medien. Die öffentlichen Subventionen für die Scala sind aufgrund der staatlichen Einsparungen in den vergangenen Jahren stark gesunken. Daher sind private Förderer besonders wichtig.
Das italienische Fachmagazin "Classic Voice" veröffentlichte eine Umfrage unter 60 Experten, die sich über ihre Favoriten unter den möglichen Scala-Intendanten äusserten. Pereira lag dabei mit 48 Prozent der Stimmen deutlich voran.
Zu den möglichen weiteren Anwärtern auf den prestigereichen Posten zählen laut Insidern der Generalintendant der New Yorker Metropolitan Opera, Peter Gelb, Nikolaus Bachler, der österreichische Intendant der Bayerischen Staatsoper, und der Belgier Bernard Foccroulle, der Lissner 2007 als Intendant des Festivals von Aix-en-Provence abgelöst hatte.
Auch eine angesehene Truppe italienischer Theatermanager ist um Lissners Nachfolge im Rennen. Zu ihnen gehören Antonio Cognata, ehemaliger Leiter des Teatro Massimo in Palermo, sowie Sergio Escobar, Intendant der römischen Oper zwischen 1996 und 1998 und amtierender Direktor des Mailänder Theaters Piccolo. Chancen werden auch Walter Vergnano eingeräumt, dem Intendanten des Turiner Teatro Regio. (sda)
Alexander Pereira Favorit im Rennen um Leitung
Mailänder Scala - Experten bevorzugen Ex-Intendanten des Zürcher Opernhauses.