Die chinesische Regierung will sich künftig verstärkt dem Problem der Online-Spielsucht annehmen. Wie das Nachrichtenportal ChinaTechNews berichtet, soll in Kürze ein spezielles System eingeführt werden, das alle Nutzer von Online-Games dazu verpflichtet, sich unter ihrem realen Namen zu registrieren. Laut Angaben von Zhang Yijun, Chef der Abteilung für Technologie und Digital Publishing der General Administration of Press and Publication (GAPP), stellt die aktuelle Ankündigung einen weiteren Schritt Chinas in Richtung der Etablierung eines umfassenden "Anti-Abhängigkeits-Systems" für Online-Spiele dar.
Um die chinesische Gamer-Community keiner grösseren Suchtgefahr auszusetzen, will die GAPP in Zukunft zudem eine stärkere Kontrolle "ungesunder Inhalte" in Online-Games durchführen, die von deren Betreibern ohne Erlaubnis eingestellt werden. Angaben des GAPP-Abteilungschefs Yijun zufolge wurde Ende 2008 zudem bei 59 Online-Spielen von grösseren chinesischen Games-Anbietern ein "Anti-Abhängigkeits-Test" eingeführt. Rund 95 Prozent der dort registrierten Online-Gamer haben den Test bestanden. Vier Betreiberunternehmen mussten daraufhin allerdings wegen des "Verfehlens entsprechender Standards" geschlossen werden. (pte)